"Deutlich schärfere Strafen nötig": Grüne wollen Rasern das Auto wegnehmen

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HOFREITER
"Deutlich schärfere Strafen nötig": Grüne wollen Rasern das Auto wegnehmen | Tobias Schwarz / Reuters
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  • Die Grünen wollen rasende Autofahrer härter bestrafen
  • Fraktionschef Hofreiter fordert "deutlich schärfere Strafen"
  • Autos von Rasern sollen eingezogen werden, den Fahrern soll ein Fahrverbot von bis zu zwölf Monaten erteilt werden

Die Grünen-Bundestagsfraktion hat deutlich schärfere Strafen gegen rücksichtslose Raser gefordert und dazu einen Antrag an den Bundestag vorgelegt. Illegale Autorennen härter zu ahnden, sei richtig, greife aber zu kurz, sagte Fraktionschef Anton Hofreiter der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Er plädierte dafür, die Justiz in die Lage zu versetzen, die Autos von Rasern einzuziehen und ein Fahrverbot von bis zu zwölf Monaten erteilen zu können.

"Alle sieben bis acht Minuten wird in Deutschland ein Mensch durch einen Verkehrsunfall wegen zu hoher Geschwindigkeit schwer verletzt oder sogar getötet. Gerade Kinder und ältere Menschen müssen wir vor hemmungslosen Rasern schützen", forderte der Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion.

"Gefahr kommt nicht allein von Rennen"

Hofreiter reagiert mit seinem Vorschlag auf eine Ankündigung von Union und SPD, eine Bundesratsinitiative aus dem Jahr 2016 wiederzubeleben. Diese sieht vor, Veranstalter oder Teilnehmer illegaler Rennen mit bis zu zwei Jahren Haft zu bestrafen. Bis zu zehn Jahre Haft sind laut der Initiative möglich, wenn bei einem Rennen jemand schwer verletzt oder getötet wird.

Laut Hofreiter blendet die Große Koalition damit aus, dass "die Gefahr nicht allein von Rennen" ausgehe, sondern generell von rücksichtsloser Fahrweise und stark überhöhter Geschwindigkeit. Empfindlichere Strafen für grob verkehrsgefährdendes Rasen trügen dazu bei, dass die Straßen sicherer würden.

Im Februar dieses Jahres hatte ein Urteil für zwei angeklagte Raser für Aufsehen gesorgt. Im Prozess um ein illegales tödliches Autorennen in Berlin verurteilte der Richter die beiden Angeklagten wegen Mordes zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe.

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