Als die Mutter sieht, welche Hausaufgabe ihre Tochter machen soll, beschließt sie zu handeln

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Gleichberechtigung ist heute wichtiger als je zuvor. Es gibt zahlreiche Initiativen und Organisationen, die sich aktiv für Gleichberechtigung einsetzen. Auch in Unternehmen wird der Anteil von Frauen in Führungspositionen langsam aber sicher angepasst.

Umso erschreckender und trauriger ist es zu sehen, dass es dort oft nicht funktioniert, wo die Idee der Gleichberechtigung doch eigentlich am ehesten gelehrt und gelernt werden sollte: in der Schule.

Eine fragwürdige Schulaufgabe

Das verdeutlicht der Facebook-Post einer New Yorker Mutter namens Lynne Polvino.

Sie veröffentlichte das Foto einer Hausaufgabe ihrer Tochter - ein Lückentext, in den die fehlenden Wörter eingefügt werden sollen.

Grundsätzlich kein Problem und eine häufig verwendete Lehrmethode. Doch der Inhalt des Textes ist - sagen wir mal - irritierend.

Er erzählt die Geschichte eines Mädchens namens Lisa, dessen Mutter nach dem Mutterschutz wieder ins Arbeitsleben zurückkehrt.

Papa macht schlechtes Frühstück

Lisa ist darüber sehr unglücklich. Sätze wie “Lisa muss rechtzeitig in die Schule. Papa muss rechtzeitig in die Arbeit. Und jetzt ist auch noch Mama im Stress”, “Papa macht jetzt immer Frühstück, aber es schmeckt nicht” oder “Lisas Mama geht früher von der Arbeit nach Hause, um den Nachmittag mit ihrer Tochter zu verbringen” sind darin zu lesen.

Dass Frauen wieder arbeiten gehen, sollte heutzutage normal sein

Polvino war damit gar nicht einverstanden - und beschloss, den Text umzuschreiben. In ihrer Variante freut sich das kleine Mädchen darüber, dass ihre Mutter wieder arbeiten geht.

Der Vater bleibt zu Hause, da auch er in bezahlte Elternzeit gehen kann und kümmert sich um Lisa und ihren Bruder.
Außerdem kann der Vater super kochen und das Frühstück schmeckt toll.

Gleichberechtigung soll etwas ganz Alltägliches sein

Außerdem müssen die Kinder ihr Geschirr anschließend selber Abwaschen, denn: "Jeder Mensch, der dazu in der körperlichen Lage ist, sollte schon früh lernen, dass er den Dreck, den er macht, auch wieder selber aufräumen muss".

Polvinos Geschichte endet damit, dass das kleine Mädchen glücklich darüber ist, dass sie in einer Welt leben darf, in der Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen etwas ganz Alltägliches ist. Und in der Frauenhass nicht existiert.

Zustimmung aus dem Netz

"Das ist ein exzellentes Beispiel für eine tolle Erziehung", schreibt eine Mutter in den Kommentaren unter dem Post. "Daran können sich viele Eltern orientieren."

Ein anderer Nutzer schreibt: "Als Feministin finde ich das natürlich super. Und als Lehrerin noch viel besser."

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(lk)

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