Obama attackiert Trump: "Amerika fehlt die Führungsstärke"

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Obama attackiert Trump: "Amerika fehlt die Führungsstärke" | Kevin Lamarque / Reuters
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  • Nach dem Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen kritisiert Ex-US-Präsident Obama Donald Trump
  • Den USA fehle derzeit Führungsstärke, sagte Obama
  • Die Trump-Regierung verleugne die Zukunft

Der frühere US-Präsident Barack Obama hat die Entscheidung seines Nachfolgers Donald Trump für einen Rückzug der USA aus dem Pariser Klimaabkommen kritisiert. "Diese Regierung schließt sich einer kleinen Handvoll von Nationen an, die die Zukunft verleugnet", hieß es in einer am Donnerstag verbreiteten Stellungnahme.

Obama erklärte: "Sogar in Zeiten, in denen amerikanische Führungsstärke fehlt (...), bin ich guten Mutes, dass unsere Staaten, Städte und Unternehmer aufstehen werden und den Weg vorgeben, um die Zukunft für die kommenden Generationen auf dem einen Planeten, den wir haben, zu sichern."

Obama betonte, das Abkommen sei vor eineinhalb Jahren dank der "beharrlichen und charakterfesten" Führung der USA in der internationalen Gemeinschaft ermöglicht worden. Obama hatte das Abkommen mit vorangetrieben.

Trump: "Ich vertrete die Menschen in Pittsburgh, nicht in Paris"

Trump hatte am Donnerstagabend in Washington erklärt: "Unter dem Strich wird klar: Das Pariser Abkommen ist sehr unfair für die USA." China und Indien könnten etwa weiter die Kohleförderung ausweiten, während das für die USA nicht möglich sei. Das sei unfair.

Die USA wollten die natürlichen Ressourcen wieder verstärkt für sich selbst nutzen. Die USA hätten ein "großartiges Vermögen, ein phänomenales Vermögen." Das Abkommen sei eine Art Umverteilung von amerikanischem Vermögen an andere Völker gewesen.

"Ich wurde gewählt, um die Menschen aus Pittsburgh zu vertreten, nicht die Menschen aus Paris", tönte Trump am Donnerstagabend.

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