Trumps Russland-Affäre: Jetzt rückt offenbar der britische Rechtspopulist Farage ins Visier des FBI

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NIGEL FARAGE
Medienbericht: FBI interessiert sich für britischen Rechtspopulisten Nigel Farage bei Trumps Russland-Affäre | Eduardo Munoz / Reuters
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  • Laut einem Medienbericht überprüft das FBI auch den britischen Politiker Nigel Farage im Zusammenhang mit der Russland-Affäre Trumps
  • Farage sei kein Verdächtiger, aber eine Person polizeilichen Interesses
  • Er werde wegen seiner Kontakte zu Wikileaks untersucht

Die Russland-Affäre um US-Präsident Donald Trump nimmt eine unerwartete Wendung. Wie die britische Tageszeitung "Guardian" berichtet, soll auch der britische Politiker Nigel Farage vom FBI untersucht werden. Es gehe um mögliche Absprachen zwischen dem Kreml und dem Wahlkampf-Team von Trump.

Der Rechtspopulist Farage sei dabei kein Verdächtiger des FBI, sondern eine "Person des polizeilichen Interesses". Die Ermittler interessierten sich für ihn, weil er Kontakte zu Personen von Trumps Wahlkampf-Team und Wikileaks-Gründer Julian Assange hatte. Das sagten Personen, die über die Untersuchung informiert seien, dem "Guardian".

Wikileaks hatte im Wahlkampf Emails von Trumps Konkurrentin Hillary Clinton veröffentlicht. Hacker hatten die Emails bei Attacken auf das Hauptquartier der Demokraten erbeutet. FBI-Ermittlungen zu Clintons Umgang mit vertraulichen Emails haben dem Ruf der Demokratin sehr geschadet.

Farage im Dreieck Russland, Wikileaks und Trump

Wie der "Guardian" berichtet, steht Farage nicht im Verdacht, ein Verbrechen begangen zu haben. Aber er stehe laut Quellen des "Guardians" Personen nahe, die im Zentrum der FBI-Ermittlungen stehen würden.

"Eine Sache, die die Geheimdienst-Ermittler sich ansehen, sind die Kontaktpunkte und beteiligte Personen", zitiert die Zeitung eine Quelle. "Wenn man ein Dreieck aus Russland, Wikileaks mit Assange und Trump bildet, taucht Farage als Person mit den meisten Treffern auf. Er steht in der Mitte der Beziehungen."

Farages Sprecher widersprach gegenüber dem "Guardian", dass der Politiker Kontakte nach Russland habe. Das FBI wollte den Bericht gegenüber der Zeitung nicht kommentieren.

Farage findet den Bericht "lächerlich"

Farage selbst sagte gegenüber der britischen Zeitung "Telegraph", Gerüchte über Absprachen zwischen den Russen und Trumps Team seien "totaler Quatsch" und "hysterischer Unsinn".

Über sich selbst sagte er: "Ich war nie in Russland, ich hatte nie geschäftliche Beziehungen zu Russland." Er finde den Bericht, das FBI überprüfe ihn, "lächerlich".

Trump und Farage haben sich in der vergangenen Zeit gegenseitig gelobt. Außerdem soll Farage Trumps Chefstrategen Steve Bannon auf dessen Einladung hin bereits 2012 in New York kennengelernt haben, wie der "Guardian" berichtet.

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(lp)

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