Ihre Tochter wäre fast deswegen erstickt - jetzt warnt eine Mutter vor dem beliebten Fidget Spinner

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FIDGET SPINNER
Der Fidget Spinner sieht ganz harmlos aus - jetzt wäre ein kleines Mädchen beim Spielen mit dem Handkreisel fast gestorben | Chesnot via Getty Images
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Der Fidget Spinner ist das Trendspielzeug des Jahres. Auf Schulhöfen, in der S-Bahn oder am Küchentisch: Der kleine Handkreisel begeistert Kinder und Jugendliche.

Doch Eltern sollten sich gut überlegen, ob sie ihren Kindern das Spielzeug erlauben. Denn in Texas wäre ein kleines Mädchen beinahe wegen des scheinbar harmlosen Geräts gestorben.

Ihre Mutter macht nun andere Eltern auf die Gefahren des Fidget Spinners aufmerksam.

Eigentlich gibt es das kleine, in den USA erfundene Plastikspielzeug schon seit 1997. Doch erst 20 Jahre später hat es plötzlich an Popularität gewonnen und ist seit kurzem auch aus den deutschen Kinderzimmern nicht mehr wegzudenken.

Der Fidget Spinner hat in der Mitte ein Kugellager, mit dem er auf den Daumen gelegt wird. Mit den anderen Fingern wird er angetrieben, sodass er rasend schnell in der Hand kreiselt.

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Das Spielzeug sieht absolut ungefährlich aus und scheint keinerlei Risiken zu bergen. Das dachte auch Kelly Rose Joniec.

Wie viele andere Kinder hatte ihre zehnjährige Tochter Britton einen Fidget Spinner, mit dem sie ununterbrochen spielte. So auch auf einer Autofahrt mit ihrer Mutter.

Britton war rotangelaufen und bekam keine Luft

Joniec war mit ihrer Tochter auf dem Heimweg, als sie plötzlich ein Röcheln von der Rückbank vernahm. Sie blickte in den Rückspiegel und sah, dass Britton rot angelaufen war, von ihren Augen war nur noch das Weiße zu sehen. Aus ihrem Mund lief Speichel.

Sofort fuhr Joniec an den Straßenrand und probierte das sogenannte Heimlich-Manöver, um so ihre Tochter vor dem Ersticken zu retten.

Doch auch das konnte dem Mädchen nicht helfen. Daher fuhr Joniec so schnell wie möglich in das nächstgelegene Krankenhaus in die Notfallambulanz.

Bei einer Röntgenaufnahme zeigte sich: Das metallene Kugellager des Spinners war in die Luftröhre des kleinen Mädchens geraten. Britton wurde sofort einer Notoperation unterzogen und konnte so gerettet werden.

Wie sich herausstellte, hatte das Mädchen die Metallteile in den Mund genommen, um sie zu reinigen. Dann jedoch hatte sie sie versehentlich verschluckt. Das hätte ihr beinahe das Leben gekostet.

Joniec will andere Eltern warnen

Der Schock sitzt immer noch tief bei Joniec. Damit anderen Kindern nicht das Gleiche widerfährt wie ihrer Tochter, veröffentlichte sie folgende Warnung bei Facebook:

"Ich möchte eine Warnung an alle Eltern aussprechen. Fidget Spinners sind momentan total im Trend und daher weit verbreitet. Kinder in jedem Alter haben sie, aber sie kommen nicht immer mit den entsprechenden Warnhinweisen. Denn das Gewinde in der Mitte lässt sich sehr leicht herausnehmen. Wenn ihr also junge Kinder (unter acht Jahren) habt, passt auf. Denn sie können durchaus daran ersticken."

Insbesondere Eltern jüngerer Kinder sollten daher gut überlegen, ob sie Tochter oder Sohn mit dem Trendspielzeug spielen lassen. Möglicherweise reicht es aber, seinem Kind zu erklären: Dieses Spielzeug gehört in die Hand, nicht in den Mund.

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