Staatsanwalt erlässt Strafbefehl gegen Ehepaar - wegen 1,44 Euro Pfand

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PFAND
dpa
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Pfandsammler sind in deutschen Städten täglich auf der Suche nach verwertbaren Hinterlassenschaften. Nette Zeitgenossen stellen die leere Flasche neben Mülleimer ab, nur wenige werfen sie in Glascontainer.

Doch genau dort suchte ein Ehepaar in München nach Pfandflaschen.

Die beiden stocherten im vergangenen Oktober in einem Glascontainer nach Verwertbarem - und fanden dort tatsächlich 18 weggeworfene Bierflaschen. Doch Anwohner hatten die beiden beim Herausangeln beobachtet und die Polizei gerufen. Darüber berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

Pfandflaschen wären sowieso eingeschmolzen worden

Doch damit nicht genug: Die Staatsanwaltschaft erließ gegen den Rentner und die Reinigungskraft Strafbefehle wegen Diebstahls.

Immerhin wies jetzt der zuständige Richter die Strafbefehle wegen zu geringen Schadens ab. Denn das Pfand der 18 Flaschen betrug nur 1,44 Euro - und selbst das wäre eigentlich verloren gewesen. Denn vor dem Einschmelzen der Gläser werden Mehrwegflaschen nicht extra aussortiert. Der reine Materialwert der Flaschen konnte auch nicht bestimmt werden, er wäre aber äußerst gering gewesen.

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(ujo)

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