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31/05/2017 22:01 CEST | Aktualisiert 01/06/2017 11:58 CEST

Neue Gesetze rund ums Smartphone: Das ändert sich im Juni 2017

Geber86 via Getty Images
Neue Gesetze rund ums Smartphone: Das ändert sich im Juni

  • Ab 15. Juni entfallen die Roaming-Kosten innerhalb der EU, in Island, Norwegen und Liechtenstein

  • Aber es gibt Einschränkungen für Langzeitaufenthalte im Ausland und Bestandskunde der Mobilfunk-Anbieter

  • Die Änderungen verdanken die Smartphone-Nutzer einem neuen Gesetz

Wer kennt das nicht? Man ist im Urlaub, will eine Sightseeing-Tour machen und findet diesen berühmten Platz aber nicht. Auch die Versuche, sich mit den Einheimischen, deren Sprache man nicht mächtig ist, zu verständigen, scheitern kläglich. Wie schön wäre es doch, jetzt einfach eine Karten-App auf dem Smartphone benutzen zu können.

Bisher war das, zumindest was die Verträge der meisten betrifft, ziemlich kostspielig. Der Grund: Roaming-Gebühren, die dann anfallen, wenn der Smartphone-Besitzer mit seinem Telefon im Ausland online geht.

Doch nun die frohe Botschaft: Ab dem 15. Juni gehören die Roaming-Kosten innerhalb der EU, in Island, Norwegen und Liechtenstein der Vergangenheit an. Grund dafür ist eine EU-Vorschrift, die es untersagt, dass Internetnutzung im Ausland teurer ist als zu Hause.

Auch für das Telefonieren gelten jetzt Höchstpreise

Eine kleine Einschränkung bleibt allerdings: Wenn die Internetnutzung aus dem Ausland nicht mehr den allgemein üblichen Auslandsaufenthalten entspricht, können die Anbieter wieder Gebühren draufschlagen beim Surfen jenseits der deutschen Grenzen.

Experten gehen allerdings davon aus, dass User dann schon mehr als vier Monate lang aus dem Ausland ins Internet gehen müssten - was weit über der üblichen Urlaubszeit liegt.

Auch für das Telefonieren hat die EU neue Regeln festgesetzt: Gespräche dürfen nicht mehr als 3,2 Cent die Minute kosten, eine SMS nicht mehr als einen Cent zusätzlich und ein Gigabyte fürs Internet nicht mehr als 7,70 Euro. Die einzelnen Preise sind aber von Anbieter zu Anbieter verschieden.

Für die gelten zusätzlich strengere Regeln der Bundesnetzagentur. So muss zum Beispiel das nächstmögliche Kündigungsdatum auf jeder Rechnung angegeben werden. Außerdem muss der Preis des Tarifs mit und ohne Gerät für den Verbraucher offen gelegt werden - damit der besser vergleichen kann.

Bestandskunden erst am Dezember

"Dem Verbraucher im Telekommunikationsmarkt soll eine transparente, vergleichbare, ausreichende und aktuelle Information in einer klaren, verständlichen und leicht zugänglichen Form bereitgestellt werden", heißt es von der Bundesnetzagentur.

Schon ab dem 1. Juni müssen Mobilfunkanbieter ihre Kunden deshalb so detailliert informieren. Für Bestandskunden gilt das erst ab Dezember.

Aber die können sich immerhin auf eines freuen: Es wird für sie viel einfacher, im Urlaub ihr Ziel zu finden.

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(poc)

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