POLITIK
31/05/2017 06:32 CEST | Aktualisiert 31/05/2017 21:02 CEST

Autobombe explodiert nahe der deutschen Botschaft in Kabul - mindestens 90 Tote und 400 Verletzte

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Autobombe explodiert nahe der deutschen Botschaft in Kabul - mindestens 50 Tote, viele Verletzte

  • Bei der Explosion einer Autobombe in Kabul sind mindestens 80 Menschen gestorben

  • Auch die deutsche Botschaft wurde beschädigt

  • Bilder zeigen eine riesige Rauchwolke über der Stadt

Bei einem schweren Autobombenanschlag nahe der deutschen Botschaft in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens 90 Menschen getötet worden. Mindestens 400 wurden verletzt, meldet die Agentur Reuters. Die Zahl der Toten kann noch steigen, weil es so viele Schwerstverletzte gibt, melden afghanische Behörden.

Ein Attentäter hat einen mit Sprengstoff beladenen Wassertanklaster in die Luft gejagt.

Der Anschlag wurde gegen 8.30 Uhr Ortszeit im dichten Morgenverkehr verübt, Tausende Menschen waren auf dem Weg zur Arbeit.

Das Ziel des Anschlags ist unklar. Nach ersten Medienberichten soll sich die Detonation in der Nähe des Sanbak-Platzes ereignet haben - einem großen Verkehrskreisel in der Nähe vieler afghanischer Ministerien und ausländischer Botschaften - darunter die Deutschlands, der USA, Großbritanniens und der Nato.

Ein afghanischer Wachmann vor der deutschen Botschaft wurde bei dem Anschlag getötet.

kabul

Verletzte werden nach der ungewöhnlich starken Explosion behandelt

Bilder in sozialen Medien zeigten zerfetzte Autos und blutige Körper.

Zu möglichen Tätern gab es zunächst keine Informationen. Bilder in sozialen Medien zeigten eine große, graue Staubwolke am Himmel. Die Taliban haben eine Stellungnahme verbreiten lassen, in der sie die Tat abstreiten. Als möglicher Urheber gilt die Terrormiliz Islamischer Staat, die vor allem im Osten Afghanistans groß ist.

Nach Angaben der französischen Europaministerin Marielle de Sarnez hat die Detonation auch die Botschaften Deutschlands und Frankreichs beschädigt, wie sie am Mittwochvormittag im französischen Radio Europe 1 sagte. Auch der "Spiegel"-Korrespondent Matthias Gebauer erfuhr dies aus Sicherheitskreisen.

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(sk)

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