Ab Juni im Kino: "Die Mumie", "Wonder Woman" und "Transformers" kommen

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Gal Gadot darf als schlagfertige Amazone in

Sommerloch? Fehlanzeige! Beim Blick auf die startenden Kinofilme in den kommenden vier Wochen wird klar, dass der Juni keine Lust auf Leerlauf hat - im Gegenteil. Angesichts heißer Traumkörper in knappen Badeanzügen sorgt der Klamauk "Baywatch" nicht unbedingt für Abkühlung. Gänsehaut garantiert dafür Tom Cruise in seinem Duell mit einer grausigen Mumie. Wer auf puren Bombast steht, darf sich bei "Wonder Woman" und den "Transformers" seine Überdosis Bildgewalt abholen. Für Fans des ruhigen, bedeutsamen Kinos bietet sich hingegen Jeff Nichols Drama "Loving" an.

"Baywatch", 1. Juni

Wer sich lieber noch einmal die gesamte Serie "Baywatch" anschauen möchte, kann das mit dieser Box tun

Dem charismatischen Mitch Buchannon (Dwayne Johnson) macht als Chef der Rettungsschwimmer niemand etwas vor. Erst recht nicht der selbstverliebte und trottelige Matt Brody (Zac Efron), der als ehemaliger olympischer Schwimmer zu Mitchs Truppe stößt. Doch das ungleiche Duo muss sich schon bald mehr schlecht als recht zusammenraufen, als sie einer kriminellen Verschwörung auf die Spur kommen.

Einschätzung:

Mit der Filmadaption der Serie "21 Jump Street" ging der Plan, eine ehemalige TV-Serie in eine alberne Kino-Persiflage zu verwandeln, voll auf. Nach dem US-Start bleibt "Baywatch" jedoch bisher weit hinter den Erwartungen zurück. Lediglich etwas mehr als 27 Millionen US-Dollar (etwa 24 Millionen Euro) hat der Streifen bisher eingespielt. Hat der Film mit der einstigen Erfolgsserie einfach zu wenig gemein? Hartgesottene Fans dürften mit dieser Neuauflage jedenfalls wenig anfangen können.

"Die Mumie", 8. Juni

Vor Jahrtausenden hätte die ägyptische Prinzessin Ahmanet (Sofia Boutella) eigentlich den Königsthron besteigen sollen. Doch um die Welt vor der Tyrannin zu bewahren, wurde sie kurzerhand lebendig begraben. In der Gegenwart weiß man nichts von dem schlummernden Monster, das nach der Ewigkeit in Gefangenschaft zum puren Bösen gereift ist - bis eine Explosion ihr Grab freilegt und die Mumie weckt. Einzig der Abenteurer Nick Morton (Tom Cruise), Doktor Henry Jekyll (Russell Crowe) und Expertin Jenny Halsey (Annabelle Wallis) scheinen in der Lage, das drohende Unheil aufzuhalten.

Einschätzung:

Die Handlung von "Die Mumie" könnte wohl nicht generischer sein. Zumindest klingt sie auf dem Papier wie bislang jeder Streifen, der sich die bandagierten Unholde als Film-Monster auserkoren hat. Was "Die Mumie" aber sehr wohl vom meist gleichnamigen Rest (etwa "Die Mumie" von 1999 mit Brendan Fraser) unterscheidet, ist der starke Cast. Mit Tom Cruise und Russell Crowe konnte Regisseur Alex Kurtzman zwei Hollywood-Superstars gewinnen, die wohl jedem Film guttun. Vielleicht auch dem arg angestaubten "Mumien"-Genre...

"Wonder Woman", 15. Juni

Als waschechte Amazone ist Diana (Gal Gadot) mächtiger und stärker als normale Menschen. Einen Mann hat die Kriegerin in ihrem ganzen Leben aber noch nicht gesehen - bis der amerikanische Pilot Steve Trevor (Chris Pine) über der abgelegenen Insel abstürzt. Den übermenschlichen Powerfrauen berichtet er daraufhin, dass es auf der Welt zahlreiche Konflikte gibt, die es zu bekämpfen gilt. Weil Diana dahinter das Werk von Kriegsgott Ares vermutet, beschließt sie, Steve in die normale Welt zu folgen - und landet mitten im Ersten Weltkrieg!

Einschätzung:

Die Comicverfilmungen aus dem DC-Universum blieben zuletzt weit hinter den Erwartungen zurück. Ob nun "Batman v Superman" oder "Suicide Squad". Mit Patty Jenkins hat sich eine aufstrebende Regisseurin dem Stoff von "Wonder Woman" angenommen, die gänzlich andere Schwerpunkte setzt, als der zuletzt vermehrt in Kritik geratene Zack Snyder. Zusammen mit Gal Gadot als die perfekte Wahl für eine imposante Amazone und dem stets charismatischen Chris Pine verspricht "Wonder Woman" gute Unterhaltung für alle Fans der Comicvorlage - und darüber hinaus.

"Transformers 5: The Last Knight", 22. Juni

Optimus Prime, der Anführer der gutmütigen Autobots, erfährt von der Zerstörung seiner Heimat Cybertron. Nur mithilfe eines geheimnisvollen Artefakts, das auf der Erde versteckt wurde, kann er dort die Ordnung wiederherstellen. Allerdings würde die Rettung seiner Heimat die Zerstörung der Erde mit sich bringen. Cade Yaeger (Mark Wahlberg), dessen treuer Kumpel Bumblebee sowie Lord Edmund Burton (Anthony Hopkins) müssen sich gegen ihren einstigen Freund stellen, wenn sie die Menschheit retten wollen. Auch wenn das bedeuten sollte, Optimus Prime vernichten zu müssen...

Einschätzung:

Zu der "Transformers"-Reihe wurde eigentlich schon alles gesagt. Die vier Vorgänger überboten sich bislang stets darin, wenn es um überstilisierte Action ging - auch "The Last Knight" stellt keine Ausnahme dar. Das Gehirn wird man wieder tunlichst am Kinoeingang abgeben dürfen, im sonst mitunter stressigen Alltag ist das aber vielleicht gerade gewollt. Der Erfolg der alles andere als verkopften Filmreihe gibt ihr jedenfalls seit jeher Recht. Und hat mit Anthony Hopkins eine interessante neue Personalie in petto.

Geheimtipp: "Loving", 15. Juni

Zwischen Richard (Joel Edgerton) und Mildred (Ruth Negga) geschieht das Natürlichste der Welt: sie verlieben sich. Doch in den 50er-Jahren und vor allem im Süden der USA wird ihre Zuneigung als Abart verteufelt - denn Richard ist weiß und Mildred schwarz. Entgegen der Warnungen ihrer Freunde machen sie sich ins liberale Washington auf, um dort zu heiraten. Doch zurück in Virginia müssen sie mit Schrecken feststellen, dass der Hass ihrer Mitmenschen keine Grenzen kennt. Kann ihre Liebe stärker sein?

Einschätzung:

Mit seinem neuen Film "Loving" setzt Regisseur Jeff Nichols wieder einmal auf seine beiden Lieblingsschauspieler Joel Edgerton und, in einer Nebenrolle, Michael Shannon. Wer keine Lust auf ein Actionfeuerwerk hat und stattdessen lieber ein gefühlvolles Drama sehen will, das zudem auf einer wahren Geschichte basiert, sollte sich "Loving" nicht entgehen lassen.