Bei "Markus Lanz" will Armin Laschet nicht über Merkels SMS reden - und tut es am Ende doch

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ARMIN LASCHET
Armin Laschet bei Markus Lanz | ZDF Mediathek
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Der nordrhein-westfälische CDU-Vorsitzende Armin Laschet war sichtbar gut gelaunt, als er in der Talkshow von "Markus Lanz" Platz nahm. Nach seinem Wahlsieg bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen verhandelt er nun mit der FDP über eine Koalition. Bis um ein Uhr nachts würde er sich mit FDP-Chef Christian Lindner SMS schreiben, berichtete er.

Laschet bringt Bosbach ins Spiel

Das wichtigste Thema während des Wahlkampfs war die Innere Sicherheit im größten Bundesland Deutschlands. Dem CDU-Innenexperten Wolfgang Bosbach und ihm sei die Idee gekommen, zusammen mit dem Terrorexperten wie Peter Neumann die Sicherheitsarchitektur in Nordrhein-Westfalen neu aufzustellen, erklärte er.

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"Die Idee ist gewachsen und das habe ich Merkel irgendwann erzählt." Ob die Kanzlerin ihm eine SMS geschrieben hat, fragte Lanz.

Laschets Antwort: "Ich habe gesehen, dass Wolfgang Bosbach das hier in der Sendung gesagt hat, aber über den Inhalt von SMS rede ich in der Regel nicht."

"Was stand da drin", fragte Lanz dreist nach? Das Publikum lachte. "'Super Idee, Armin' vielleicht?", schlug Lanz vor.

"Sie fand es gut", antwortete Laschet.

Der designierte Ministerpräsident will auf "Null Toleranz" setzen

Laschet gab zu verstehen, dass er sich bei Sicherheitsfragen an der "Broken-Windows-Theorie" des ehemaligen New Yorker Bürgermeisters Rudy Giuliani orientieren wolle.

Die Theorie besagt: Wenn es in einem Haus ein zerbrochenes Fenster gibt, würden bald weitere kaputtgehen - und der ganze Stadtteil steige ab.

Giuliani war der Ansicht, dass Straftäter zu größeren Verbrechen motiviert werden, wenn kleine Vergehen nicht geahndet würden. Laschet will offenbar die "Null-Toleranz-Politik" von Giuliani übernehmen.

Später in der Sendung brach Laschet mal nebenbei ein CDU-Tabu. Als Lanz ihn fragte, ob Deutschland ein Einwanderungsland sei, antwortete er ohne zu zögern: "Ja, klar!"

Als Lanz ihn fragte, ob die Kanzlerin dies auch so sehe, antwortet er ebenfalls: "Ja". Nach einem Wahlsieg der CDU bei der Bundestagswahl sieht er ein Einwanderungsgesetz kommen, das Zuwanderung anhand des wirtschaftlichen Bedarfs der Bundesrepublik steuere.

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(ll)

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