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30/05/2017 06:10 CEST | Aktualisiert 08/12/2017 16:49 CET

Willkommen im Büro der Zukunft

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Technologie am Arbeitsplatz wird digital und grün.

Sitzsäcke und Tischtennistische könnt ihr vergessen. Das Büro der Zukunft wird unsere Art der Arbeit grundlegend ändern. Dank einer Kombination aus grüner und digitaler Technologie wird der Arbeitnehmer von Morgen in einem Umfeld arbeiten, das smarter, gesünder und nachhaltiger ist. Ob damit aber auch Bürohierarchien wegfallen, ist strittig.

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Beziehungen aufbauen

Die Gebäude, in denen wir arbeiten, haben großen Einfluss auf die Art, wie wir arbeiten. Eine Studie der Harvard-Universität zeigt, dass Büros mit besserer Belüftung, mehr natürlichem Licht und gemäßigter Temperatur die Leistung und Produktivität ankurbeln. Wer in einem solchen Büro arbeitet, schläft daheim auch besser.

Auf die gleichen Faktoren müssen Unternehmen achten, die auf grüne Technologie setzen. Darum werden sie im Büro der Zukunft Priorität haben. Ein Ende wird darin der Grundsatz haben, nur an einem zugewiesenen Schreibtisch zu arbeiten. Stattdessen werden sich Angestellte mehr bewegen – gerade dorthin, wo sie benötigt werden. Bewegung hilft bekanntermaßen beim Denken. Auch ihr habt vielleicht schon erlebt, dass euch die zündende Idee gekommen ist, als ihr in die Küche gegangen seid. Wer mehr umhergeht, trifft auch häufiger auf Kollegen und bekommt Feedback zu seinen Ideen.

Google, Facebook und andere große Namen des Silicon Valley wenden dieses Prinzip bereits an. Dort sind die Büroräume so geplant, dass es immer mal wieder zu Begegnungen kommt – und damit hoffentlich auch zu neuen Denkanstößen.

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Der Bürowald

Wer mehr unterwegs ist, möchte auch wissen, was sich am anderen Ende des Arbeitsplatzes tut. Apps, Cloud Computing und die immer weiter verbreiteten Wearables zeigen künftig an, wo sich ein ruhiges Plätzchen findet und wo genug Kollegen für ein Schwätzchen rumlaufen, welches Meeting stattfindet und wer im Büro ist und wer nicht.

Egal, wo ihr im Büro der Zukunft seid – es wird euch reichlich grün vorkommen. Studien zeigen nämlich, dass Angestellte schon durch ein paar verstreute Pflanzen im Raum produktiver sind. Dieses Prinzip lässt sich mit dem Konzept der „lebendigen Gebäude“ verbinden – Bauten wie die Wohntürme Bosco Verticale in Mailand. So entstehen Konferenzzonen, in denen Menschen sich nicht nur treffen und überlegen, sondern in denen auch eine sauerstoffreiche Atmosphäre herrscht. Dadurch wird weniger künstliche Belüftung benötigt.

Licht am Arbeitsplatz

Solarenergie soll künftig eine große Rolle spielen. Sie soll den Strom für das Gebäude selbst liefern und im Idealfall sogar noch Energie an die umliegenden Häuser liefern – als Teil der Infrastruktur einer Smart City. Zu sehen ist das bereits in Gebäuden wie The Edge in Amsterdam. Das Projekt überzeugte die benachbarte Universität, zusätzliche Solarpaneele auf dem Dach anzubringen und als Gegenleistung überschüssigen Strom zu erhalten.

Licht wird allerdings auch auf andere Weise verwendet werden. Das ecoLogic Studio ist Vorreiter bei der sogenannten biodigitalen Architektur. Diese nutzt „Bioreaktor“-Paneele, in deren Inneren Algen durch das einfallende Licht wachsen. Dadurch spenden die Paneele im Sommer mehr und im Winter weniger Schatten. Das erzeugt eine natürliche Temperatur im Gebäude. Zudem können die Algen entnommen und als Lebensmittel oder für die Energieerzeugung verwendet werden.

Ein gewohnter Anblick könnte in der Zukunft das geneigte Dach oder Atrium werden, mit dem Regenwasser abgeleitet und ins Innere befördert wird. Das gesammelte Wasser wird dann in die Hausleitung gespeist und kann etwa in den Toilettenspülungen verwendet werden.

So wie bereits Energie aus Sonne und Wasser in Gebäuden erzeugt wird, wird künftig wahrscheinlich auch der Wind genutzt – derzeit ist die Technologie aber noch nicht ausgereift. Weder die Windturbinen im Bahrain World Trade Center noch am Strata Tower in London haben sich bislang als Erfolg erwiesen.

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Nur noch digital im Büro?

Das Büro der Zukunft dürfte ein teils digitaler Ort werden. Junge Arbeitnehmer sind Digital Natives und haben den Großteil ihres Lebens ein Smartphone gehabt. Das bereits erwähnte The Edge stellt Apps bereits, mit denen die Temperatur der unmittelbaren Umgebung eingestellt, Konferenzräume gebucht und sogar freie Schließfächer und Schreibtische angezeigt werden können.

Immer wichtiger wird auch das Internet der Dinge und die 3D-Druck-Technologie. Dadurch könnten wir bald an einem genau auf die eigenen Körpermaße zugeschnittenen Schreibtisch sitzen, auf einem exakt angepassten Stuhl. Ein Beispiel für Büromöbel der Zukunft sind die Konzeptstudien von Transform – bis zur Marktreife wird es bei diesen aber wohl noch dauern.

Gleiches gilt für Hologramm-Displays auf dem Schreibtisch, die im Science-Fiction-Film zwar schon Standard sind, in der Realität aber nur schwer zu realisieren. Was es schon gibt, sind Projekte wie der Roboter Jenkins Steel, der bei First Light PR eingesetzt wird. Er dient gewissermaßen als digitaler Stellvertreter für jemanden, der nicht im Büro ist. Der Abwesende kann ihn aus der Ferne steuern, am Arbeitsplatz umherbewegen und mit Kollegen interagieren – selbst, wenn diese Hunderte Kilometer weit weg sind. Spezialeffekte im Sinne von Hollywood sind allerdings nicht zu erwarten.

Was künftig aber sicher üblich sein wird: Die Möglichkeit, Bildschirminhalte mit jedem Gerät auf jede Wand projizieren zu können. Kleine Geräte in der Größe einer Armbanduhr dienen bereits jetzt als Projektor. Mit Technologien wie der Organic Light Emitting Diode (OLED) und Nanotech sind wir längst auf dem Weg in diese Welt. Der Computer der Zukunft könnte daher nicht mehr als die Projektion eines Bildschirms und einer Tastatur auf eine beliebige Oberfläche sein.

Das Büro von morgen wird also heller, grüner und einladender – ein Ort, auf den man sich schon beim Aufstehen freut. Und wer das nicht tut, kann einfach zur Fernbedienung auf dem Nachtkästchen greifen und seinen Büro-Roboter einschalten.

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