"Beschämend": Amerikaner sind empört darüber, wie sich Trump während der Nationalhymne benimmt

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  • Zuschauer einer Zeremonie zum Gedenktag in den USA sind empört vom Verhalten von US-Präsident Trump
  • Der Präsident schunkelte und lachte während der Nationalhymne
  • Die wichtigsten Infos des Textes seht ihr zusammengefasst auch im Video oben

Zuschauer einer Zeremonie zum Memorial Day am Montag machen US-Präsident Donald Trump schwere Vorwürfe. Beschämend und wie ein Kleinkind habe sich Trump verhalten.

Der Grund für die Kritik: Während der Nationalhymne schunkelte Trump hin und her, lachte und sang sogar mit. Dabei ertönte die Hymne am Gedenktag für gefallene US-Soldaten auf einem Friedhof.

Präsident Trump nahm an einer Zeremonie im Nationalfriedhof Arlington teil. Mit einer Rede wandte er sich an die Angehörigen der Gefallenen.

Trump wirke wie ein betrunkener Onkel

Während der Nationalhymne gab sich Trump aber dann beschwingt und fröhlich. Sein Verhalten stand im starken Gegensatz zu den stillen und düster dreinblickenden Personen neben ihm, General Joseph Dunford und Verteidigungsminister James Mattis.

Viele Zuschauer kritisierten das Benehmen des US-Präsidenten. Zum Teil in derbem Tonfall: Trump habe “wie der betrunkene, senile, alte Onkel” ausgesehen, den jeder kenne. “Trump ist eine nationale Peinlichkeit.”

Eine anderer Twitter-Nutzer nannte Trump den “Kleinkind-Präsidenten”.

Trump war nie in der Armee

Schon die bloße Anwesenheit Trumps bei der Zeremonie stieß auf Kritik. Trump konnte dem Einzug in die US-Armee fünfmal entgehen. Viermal, weil er aufs College ging. Und einmal, weil er Knochensporne an der Ferse gehabt habe, heißt es.

Ein Nutzer auf Twitter spottete daher: “Knochensporne haben es Trump unmöglich gemacht, seine Heldenhaftigkeit zu offenbaren. Aber wenigstens konnte er wie ein Zweijähriger mit ADHS in Arlington herumhüpfen.”

Ein anderer scherzte: “Trump hat es gerade noch nach Arlington für die heutige Ehrung der Kriegstoten geschafft. Knochensporne an seinen Fersen.”

Trump hatte sich über Soldaten lustig gemacht

Einige erinnerten auch an Trumps Verhalten während des Wahlkampfes. Er hatte sich damals über den Senator John McCain lustig gemacht. McCain geriet als Soldat im Vietnam-Krieg in die Gefangenschaft des Vietcongs.

Trump hatte über ihn gespottet: “Er ist kein Kriegsheld. Er ist ein Kriegsheld, weil er gefangen genommen wurde. Ich mag Menschen, die nicht gefangen genommen werden.”

Ein Nutzer zitierte Trump und schrieb dazu: “Trumps Rede waren nur Wörter, die er ablesen musste. So eine Beleidigung für unsere Helden.”

Trump hatte im Wahlkampf außerdem die Eltern eines toten US-Soldaten beleidigt. Der Vater des Soldaten hatte ihn bei einer Rede im Juli 2016 vor Demokraten kritisiert.

Und Trump schoss zurück. Der Vater scheine eine gute Person zu sein. “Aber seine Frau hatte nichts zu sagen - wahrscheinlich durfte sie nichts sagen.” Bei dem Ehepaar handelt es sich um Muslime.

Auch daran erinnerten Nutzer auf Twitter. “Trump hat schon einmal eine Gold-Star-Familie (Familie eines Gefallenen, Anm. d. Red.) verunglimpft. Heute in Arlington klingen seine Worte nicht echt.”

Mehr zum Thema: Trump inszeniert den Auftritt dieser Soldaten-Witwe. Die Geschichte dahinter bringt Veteranen zur Weißglut

Dieser Text erschien zuerst bei der HuffPost UK und wurde von Leonhard Landes ins Deutsche übersetzt und editiert.

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