"Das tut sehr weh": Sportreporter erklärt bei Plasberg die Wut der Fans auf Helene Fischer

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MARCEL REIF
Marcel Reif bei "Hart aber fair" | ARD
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Die Welt sinniert über ein mögliches Ende des transatlantischen Bündnisses nach. Doch Frank Plasberg ging es diesmal um ein ganz anderes Thema: um die Schlagersängerin Helene Fischer.

Die war bei einem Auftritt in der Halbzeitpause des DFB-Pokalfinales von den Fans ausgepfiffen worden. Die Fußballer Anhänger wünschen offenbar keine Showeinlagen im Stil des amerikanischen Super-Bowls.

Sportreporter Marcel Reif konnte die Wut der Fans erklären. "Die Bedeutung der Fans nimmt ab. Sie fühlen sich nicht mehr so ernst genommen, sind nur noch Beiwerk. Das ist ein Schmerz, der sehr weh tut." Dafür hätte dann Helene Fischer büßen müssen.

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Nach Ansicht von würden die Fans durch die Kommerzialisierung im Fußball verdrängt werden. Im Fußball herrsche heute "Kapitalismus pur". Doch nun ließen sie sich nicht mehr für dumm verkaufen.

Auch die Hammerwerferin Heidler zeigte Verständnis für die Fans: "Ich fand das irgendwie deplatziert“, sagt sie über den Auftritt der Schlagersängerin. Sie nannte die Entfremdung von Fußballern und Fans "surreal".

Der ARD-Koordinator für Sport, Axel Balkausky, berichtete: "Schon direkt vor dem Anpfiff wurde der DFB von den Fans beschimpft - von beiden Fan-Gruppen gemeinsam."

Der Moderator Plasberg dagegen sah die Wut der Fans als Zeichen, dass "wir den Amerikanern nicht alles nachmachen müssen. Weder den Präsidenten noch die Superbowl-Halbzeitpause“.

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Wenn ein Verein für die Kommerzialisierung des Fußballs steht, dann ist es natürlich der FC Bayern. Reif nannte es "obszön", dass die Münchner während ihrer üblichen Bierduschenaufführung nun Go-Pro-Kameras an die Weißbiergläser schnallen.

Der CSU-Politiker und FC-Bayern-Aufsichtsrat Edmund Stoiber verteidigte die Bier-Kameras. Schließlich müsste sein Club "400 Millionen Fans weltweit" bedienen.

Stoiber gab sich groß Mühe, die Millionenbeträge im Profifußball zu rechtfertigen. Die Bayern müssten gegen Vereinen wie Real, Barca und Chelsea antreten." Wir müssen uns fragen, ob wir mit denen mithalten wollen oder nicht“, so Stoiber. Das gehe nur, wenn man sich entwickle.

Dass Schlagersängerin Fischer einmal Thema bei "Hart aber fair" sein würde – wer hätte das gedacht? Beim DFB-Pokal ist eben alles möglich.

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(lp)