"Großartig": Die Reaktion des Weißen Hauses auf Merkels Bierzelt-Rede kommt unerwartet

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SEAN SPICER
"Großartig": Die Reaktion des Weißen Hauses auf Merkels Bierzelt-Rede kommt unerwartet | Joshua Roberts / Reuters
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Mit ihrer Bierzelt-Rede vom Sonntag hat Angela Merkel (CDU) die Welt aufgeschreckt. Nach dem erfolglosen G7-Gipfel stellte die Kanzlerin die Verlässlichkeit der USA als Partner in Frage. Die "New York Times" schrieb sogar von einer "seismischen Verschiebung der transatlantischen Beziehungen".

Das transatlantische Erdbeben scheint einen aber überhaupt nicht zu erschüttern: US-Präsident Donald Trump. Das Verhältnis von Trump zu Merkel ist nach Einschätzung seines Sprechers Sean Spicer "ziemlich unglaublich".

Spicer sagte am Dienstag im Weißen Haus, die Äußerungen Merkels, wonach die Europäer ihr Schicksal nun in die eigene Hand nehmen müssten, seien "großartig".

Der Präsident sehe Deutschland und Europa eher allgemein als wichtige Alliierte der USA, sagte Spicer. Er begrüße Merkels Aufruf an die Adresse der Europäer, ihre Rolle im Verteidigungsbereich auszubauen.

"Der Präsident glaubt, dass es eine sehr gute Sache ist, wenn Europa seinen Anteil der gemeinsam geschulterten Lasten hochfährt", sagte Spicer.

Trump hatte zuvor auf Twitter den deutschen Handelsüberschuss kritisiert. Die USA hätten ein "massives Handelsdefizit mit Deutschland", schrieb Trump. Außerdem gebe Deutschland deutlich zu wenig für die Nato und das Militär aus. Das sei "sehr schlecht für die USA" und werde sich ändern, so Trump.

Kanzlerin Merkel hatte am Dienstag ihre Worte vom Sonntag noch einmal bekräftigt. Die transatlantischen Beziehungen seien von großer Bedeutung, Deutschland müsse aber mit anderen wichtigen Partnern vorangehen und Europa eigenständiger sein.

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(sk)