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30/05/2017 15:29 CEST

Jule Ronstedt präsentiert "Maria Mafiosi"

Größtmöglichen Support hatte Jule Ronstedt (46, "Wer früher stirbt ist länger tot") bei der Premiere ihres ersten eigenen Kinofilms am Montagabend im altehrwürdigen Kino am Sendlinger Tor in München. Denn neben den Schauspielern der bayerisch-italienischen Krimikomödie "Maria Mafiosi" (Kinostart: 15. Juni) und einem Großteil der Crew waren auch viele prominente Freunde und Kollegen der Münchner Filmemacherin vor Ort.

Mit "Aus heiterem Himmel" (1995-1999) hatte Jule Ronstedt ihren Durchbruch als Schauspielerin - hier können Sie die Serie auf DVD bestellen

"Italiener-Klischees stimmen eigentlich immer"

Unter den Premierengästen war auch der ehemalige "Tatort"-Kommissar-Darsteller Sebastian Bezzel (46). Obwohl er in "Maria Mafiosi" nicht mitspielte, war es für den Wahl-Hamburger Ehrensache, hier dabei zu sein. "Ich kenne die Jule gut. Ich kenne die Lisa gut. Ich kenne auch sehr viele Leute, die hier mitgemacht haben, insofern habe ich quasi ein familiäres Interesse daran", sagte er spot on news.

Warum bayerische Krimikomödien aktuell so erfolgreich sind, erklärte Sebastian Bezzel so: "Der Trick ist, dass man nicht über Bayern erzählt, sondern einen Provinzkrimi macht. Das, was in den Filmen passiert, kann überall in der Provinz passieren. Denn nichts ist lustig, nur weil es Bayerisch ist. Es muss eine gute Geschichte sein - und die versteht man dann auch im Norden", so der Eberhofer-Star bei der "Maria Mafiosi"-Premiere. Und auf die Frage, ob denn die Italiener-Klischees im Film stimmen würden, sagte er lachend: "Italiener-Klischees stimmen eigentlich immer."

Konkurrenz zu den Eberhofer-Krimis?

Von einer Kino-Konkurrenz zu seinen Eberhofer-Kultkrimis - "Grießnockerlaffäre" startet am 3. August in den Kinos - wollte Sebastian Bezzel dagegen nichts wissen. Ähnlich sah es "Maria Mafiosi"-Hauptdarstellerin Lisa Maria Potthoff (38), die in den Eberhofer-Filmen die Freundin des Dorfpolizisten (Bezzel) spielt: "Sebastian und ich schwärmen immer mal aus, um dann in den Hafen der Ehe zurückzukehren. Es ist doch auch ganz gut, wenn wir mal mit anderen Männern und Frauen arbeiten, weil dann wissen wir wieder, was wir aneinander haben."

"Ich bin so stolz auf sie"

Schauspielerinnen Aglaia Szyszkowitz (49, "Tatort: Sternschnuppe") ist ebenfalls eine Freundin der Filmemacherin Jule Ronstedt und so gab auch sie die Antwort des Abends: "Ich find's großartig, dass eine Schauspielerin Kinofilm-Regie führt. Noch dazu ist es eine meiner besten Freundinnen. Ich halte ganz viel von der Jule und freu mich auf einen lustigen bayerisch-italienischen Abend... Ich bin so stolz auf sie."

Und auch Schauspielerin Kathrin von Steinburg (39, "Hindafing") kennt Jule Ronstedt schon lang und gut. Sie unterstützte die Münchner Kollegen auch im Vorfeld "mit einer Leseprobe des Drehbuches", wie sie auf Nachfrage erzählte. Was bei der anstehenden Filmpremiere das Schlimmste wäre, darauf sagte von Steinburg lachend: "Vermutlich wenn keiner lacht, aber das kann ich mir wirklich nicht vorstellen."

Wie kam der Film an?

Tatsächlich dauerte es ein klein wenig, bis der Film an Fahrt aufnahm und das Publikum mitriss. Denn Freunde hin, Freunde her, es wurde nicht aus Höflichkeit geklatscht. Eisbrecher waren dann aber die Nachbarin, Frau Pavlovic (gespielt von Barbara De Koy), die sich nachts nur noch mit Gewehr und Dackel raustraut, und der Ex-Freund von Maria (Potthoff). Für seine Darstellung des Polizisten Franz Brunner nach dem Genuss der "Kokswurscht", gab es für David Zimmerschied (*1983, "Was machen Frauen morgens um halb vier?") fast so etwas wie Szenenapplaus.

Alles in allem kam die Liebeskrimikomödie um die schwangere Polizistin Maria, die sich in den Sohn eines Mafiosi verliebt und ganz nebenbei einen Mord im beschaulichen Landsberg aufklären muss, gut an. Und wie ging es der Regie-Debütantin? Einen speziellen Glücksbringer hatte sie nicht dabei, wie sie spot on news sagte, "aber meine Familie und meine ganzen Freunde sind da und die bringen mir alle Glück". Auch mit dem Ergebnis ihrer Arbeit war sie total zufrieden: "Besser konnte ich es nicht machen." Nach der Vorführung gab es noch ein paar Interviews, dann verschwanden alle in die schöne laue Sommernacht...

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