Michael Jackson: Biopic erzählt neue Details seiner letzten Jahre

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Michael Jackson im Jahr 1997 bei den Filmfestspielen in Cannes

Wer gedacht hatte, alle Geheimnisse aus dem Leben des verstorbenen King of Pop (1958-2009) zu kennen, wurde bei der Ausstrahlung des unautorisierten Biopics "Michael Jackson: Searching for Neverland" überrascht. Der auf dem 2014 veröffentlichten Buch seiner Bodyguards Bill Whitfield und Javon Beard basierende TV-Film wurde am 29. Mai in den USA gezeigt. Thematisch behandelte er die letzten Jahre von Jacksons Leben - und verriet so einige Details, die so manchem Fan neu sein dürften.

Dargestellt wurde der King of Pop in dem Biopic von dem berühmten Personen-Imitator Navi, der vor Jacksons Tod im Jahr 2009 sogar für ihn persönlich als Double gearbeitet hatte. Er traf den legendären Sänger mehrere Male und gab in "Searching for Neverland" nun sein Schauspieldebüt. Ein Darsteller wie gemacht für diese schwierige Rolle. Kritiker handeln ihn deswegen nun als den "besten Michael Jackson aller Zeiten".

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Liebenswerte Marotten

Anhand von Navi als Michael Jackson erfuhren die Zuschauer unter anderem, wen der Sänger zu Lebzeiten zu seinem Lieblingsschauspieler auserkoren hatte. Laut Bodyguard Bill Whitfield konnte sich der King of Pop vor allem für den "King of Comedy", Charlie Chaplin (1889-1977), begeistern. Seine Kinder habe er regelmäßig zu Festivals mitgenommen, bei denen Filme des berühmten Komikers gezeigt wurden. Wenn er ins Kino gegangen sei, habe er außerdem immer seine eigene scharfe Soße sowie Sprühbutter für das Popcorn mitgebracht.

Doch das sei bei weitem nicht seine einzige Marotte gewesen. Immer in Sorge vor einem plötzlichen Notfall soll Michael Jackson beispielsweise stets die ersteigerte Oscar-Statue für "Vom Winde verweht" (1939) sowie einen Geldbeutel mit 200.000 Dollar und Pässe mit sich herumgetragen haben.

Kein Zuckerschlecken für die Leibwächter

So witzig diese Anekdoten klingen, für seine beiden Bodyguards war der Job bei ihrem berühmten Arbeitgeber nicht immer ein Zuckerschlecken. Demnach sei Jackson so schwer verschuldet gewesen, dass er Whitfield und Beard ganze fünf Monate lang kein Gehalt bezahlen konnte. Aus Sympathie und Verantwortungsgefühl hätten beide weiter für ihn gearbeitet.

Whitfield habe des Öfteren Weihnachten mit seiner Tochter verpasst, um auf Michael Jackson und seine drei Kinder aufzupassen. Dass die beiden Leibwächter niemandem erzählen durften, für wen sie arbeiteten, habe das eigene Privatleben nicht gerade einfacher gemacht.

Weihnachten als Fest habe Jackson als bekennender Zeuge Jehovas dabei aber selbst gar nicht gefeiert. Trotzdem hätten seine drei Kinder das Fest begehen und Geschenke auspacken dürfen.

So lernte er seinen späteren Leibarzt kennen

Über seine Tochter Paris lernte der Musiker laut dem Biopic angeblich auch seinen späteren Leibarzt Dr. Conrad Murray kennen. Weil Paris krank gewesen sei und medikamentöse Behandlung gebraucht habe, Jackson aber aus Angst vor Paparazzi nicht ins Krankenhaus fahren wollte, kontaktierte er den Privatarzt. Dieser wurde nach Jacksons Tod im Juni 2009 wegen fahrlässiger Tötung zu vier Jahren Haft verurteilt. Er hatte dem King of Pop eine tödliche Überdosis des Narkosemittels Propofol verabreicht.