US-Senator McCain: "Der russische Präsident Putin ist eine größere Bedrohung als der IS"

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JOHN MCCAIN
Senator John McCain (R-AZ) speaks to reporters after the Senate voted to remove the filibuster rule for Supreme Court nominees, on Capitol Hill in Washington, U.S., April 6, 2017. REUTERS/Joshua Roberts | Joshua Roberts / Reuters
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  • US-Senator McCain hält den russischen Präsidenten für das größte Sicherheitsrisiko weltweit
  • Russland habe versucht die US-Wahl zu manipulieren - und damit die Fundamente der Demokratie angegriffen

Der US-amerikanische Senator John McCain hält den russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin für eine größere Bedrohung der weltweiten Sicherheit als die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Putin sei die "vorderste und wichtigste Bedrohung, noch vor dem IS", sagte McCain dem australischen TV-Sender ABC.

"Ich glaube, der IS kann schreckliche Dinge tun. Aber die Russen haben versucht, die Fundamente der Demokratie zu zerstören. Heißt, den Ausgang der US-Wahl zu beeinflussen", sagte er.

Die Russland-Affäre um Trump

Der Republikaner McCain ist ein lautstarker Kritiker von US-Präsident Donald Trump. Derzeit wird die Trump-Regierung von immer neuen Enthüllungen bedrängt, es habe Absprachen zwischen dem Wahlkampfteam und der russischen Regierung gegeben.

"Ich habe keine Anzeichen gesehen, dass sie erfolgreich waren", sagte McCain im Interview mit ABC über die russischen Versuche, die Wahl zu manipulieren. "Aber sie haben es versucht und sie versuchen immer noch, Wahlen zu beeinflussen." Als Beispiel nannte er die französische Präsidentschaftswahl.

McCain fordert Sanktionen gegen Russland

"Daher sehe ich Wladimir Putin - der die Ukraine gespalten hat, eine vormals souveräne Nation, und Druck auf das Baltikum ausübt - ich sehe die Russen als die größte Herausforderung, die wir haben", sagte McCain.

Er sprach sich für Sanktionen gegen Russland aus. Bisher habe die Regierung nichts unternommen, auf Putins offensichtliche Manipulationsversuche zu antworten.

Auf die Frage, ob Trump eine Gefahr für die weltweite Sicherheit darstellen könnte, sagte McCain: "Ich bin manchmal nervös. Ich glaube, der Präsident vertraut seinem Nationalen Sicherheitsteam. Ich glaube die meiste Zeit, dass er ihren Rat akzeptiert. Kann ich sagen, dass er das immer tut? Nein. Beunruhigt es mich? Ja, es beunruhigt mich."

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(ks)

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