"House of Cards": Staffel 5 startet - das erwartet die Fans der Underwoods

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HOUSE OF CARDS
Auf dem Weg zur Festigung ihrer Macht ziehen Präsident Francis „Frank” Underwood (Kevin Spacey) und seine Frau Claire (Robin Wright) sämtliche Register. Die neue Staffel erscheint am 30.05. auf Sky und nutzt gezielt die Angst vor Terror | Knight Takes King Productions
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  • Die Politserie "House of Cards" startet am 30. Mai in Deutschland in die 5. Staffel
  • Die Underwoods wollen Präsidenten und Vize-Präsidentin werden
  • Der Vergleich zwischen Frank Underwood und Donald Trump

Die ersten vier Staffeln von "House of Cards" haben gezeigt, dass es keine Tabus für Frank Underwoods Machthunger gibt. Binnen zwei 26 Folgen hat er es geschafft, vom Kongressabgeordneten zum Vizepräsident und schließlich zum ungewählten Präsidenten der USA aufzusteigen.

Journalistinnen wurden zu Werkzeugen, Politiker-Kollegen zu Schachfiguren: Zunächst wurden sie alle in Position gebracht, dann kaltblütig geopfert.

Ähnlich wie der Phönix aus der Asche ist Underwood am Ende jeder Staffeln trotz seiner Taten - oder gerade deswegen - als strahlender Gewinner hervorgegangen.

Staffel 5: Die Ära Underwood und der Kampf gegen den Terror

Am Beginn von Staffel fünf befindet sich Frank Underwood auf dem Weg, seine Macht als wiedergewählter Präsident zu etablieren. Kandidatin für die Vizepräsidentschaft ist seine Frau Claire.

Nachdem die Underwoods zu Beginn der vierten Staffel in eine tiefe Ehekrise geschlittert waren, scheint die Lösung aller internen Probleme nun einfach noch mehr Macht zu sein.

Frank und Claire Underwood wissen die Zeichen der Zeit zu deuten und setzen alles auf eine Karte: Die Angst des amerikanischen Volkes vor der Bedrohung durch Terror-Milizen.

"Die US-Amerikaner sind wie Kinder"

Dunkle Wolken ziehen über dem Kapitol auf, wenn Frank Underwood von seinen Plänen für die USA erzählt. Wie schon in den Staffeln zuvor sind die Zuschauer einzige Zeugen seiner wahren Absichten, denn nur mit ihnen teilt er, ganz nach der Art eines Shakespear-Bösewichts, sein zynisches Innenleben.

Im Trailer vergleicht Underwood das amerikanische Volk mit einem Haufen Kinder und das ist eine vergleichsweise nette Formulierung für einen so verkommenen Misanthropen.

Passend zum Thema: Eine Psychologin erklärt: US-Präsident Trump mit einem Kleinkind zu vergleichen ist unfair - gegenüber dem Kind

Doch dank jüngster politischer Veränderungen hat die Serie einiges an ihrer prophetischen Funktion eingebüßt.

Frank Underwood vs. Donald Trump

Robin Wright hat erst kürzlich in einem Interview beklagt: "Trump hat 'House of Cards' alle guten Ideen geklaut.”

In Zeiten, da der amtierende US-Präsident FBI-Chef James Comey entlassen hat, um weitere Ermittlungen zu vermeiden, scheint ein von Underwood inszenierter Cyber-Terror-Angriff auf das amerikanische Volk wie ein müdes Echo der Realität: Underwoods unmenschliche Kälte steht der unwillkürlichen Impuls-Politik Trumps gegenüber.

Während "House of Cards" sich vor kurzem noch gegen Genre-Konkurrenten wie „The Good Wife” behaupten musste, ist der größte Bedrohung nun der Nachrichtensender CNN. Wird die Realität nun spannender als die Fiktion?

Bei Fans bleibt die Faszination Underwood aber ungebrochen. Auch US-Politiker wie der ehemalige Präsident Barack Obama oder Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton zählen dazu.

In den USA erscheint die fünfte Staffel am 30. Mai auf Netflix. In Deutschland läuft die Serie wie schon in den vergangenen Jahren zuerst auf Sky an.

Fans können den Start nicht mehr erwarten

Und auch die Fans der Politserie freuen sich bereits auf diesen Dienstag - und die Fortsetzung von "House of Cards":

"Ab Dienstag endlich wieder 'House of Cards", schreibt der Twitter-Nutzer @ beyondpines97.

Andere nutzen die Gelegenheit, einfach ihre Meinung zu der Underwood-Geschichte abzugeben - und zu loben:

"'House of Cards' ist wirklich die beste Serie, die ich bisher gesehen habe!”, schreibt @ sebastian_wij.

Ob das auch nach den neuen Folgen so sein wird, wird sich ab Dienstagabend zeigen.

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