Drogen im Getränk: Diese Methode könnte Frauen künftig vor einem schrecklichen Schicksal bewahren

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Es ist eine Gefahr, der immer mehr Frauen ausgesetzt sind: Sexuelle Übergriffe, insbesondere in Bars und Clubs, durch heimlich beigemischte K.O.-Tropfen. Die Betäubungsmittel machen die Opfer hilflos und rauben ihnen jegliche Erinnerung.

Um dieser fiesen Masche ein Ende zu bereiten, haben drei junge Schülerinnen aus Miami im Bundesstaat Florida sich etwas einfallen lassen.

Im Zuge eines Schulprojekts entwickelten sie einen Strohhalm, der sich verfärbt, sobald er mit Substanzen wie K.O.-Tropfen und anderen Drogen in Berührung kommt.

Die drei Schülerinnen Susana Cappello, Carolina Baigorri und Victoria Roca der Gulliver Privatschule in Miami tüftelten mehrere Wochen an ihrem Produkt, dem "Smart Straw“ ("schlauer Strohhalm").

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Der Strohhalm hat an beiden Enden spezielle Streifen, die sich sofort blau verfärben, sobald sie mit Substanzen wie Rohyponol, GHB oder Ketamin in Berührung kommen. Die drei Betäubungsmittel werden in Clubs und Bars Frauen heimlich ins Getränk gemischt.

"Uns ist bewusst, dass der Strohhalm nicht das grundsätzliche Problem von Vergewaltigungen lösen wird. Doch wir hoffen, dass er die Gefahren, denen viele Frauen ausgesetzt sind, eindämmt“, sagte Caroline Baigorri der Zeitung "Miami Herald“.

Jetzt wollen die drei jungen Frauen den "Smart Straw“ in großer Stückzahl produzieren lassen und hoffen, dass die Strohhalme bald an Schulen und Universitäten im ganzen Land verteilt werden.

Das Patent für ihr Produkt haben sie bereits - als nächsten Schritt wollen die drei jungen Frauen eine Crowdfunding-Kampagne starten.

"Wir wollen, dass sich die Menschen sicher fühlen, wenn sie ausgehen und wissen, was um sie herum passiert - und insbesondere wissen, was sie gerade trinken“, sagte Susana Cappello.

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(lk)