Linken-Chefin Kipping: "Trump bräuchte dringend professionelle Hilfe"

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KATJA KIPPING
Linken-Chefin Kipping: "Trump bräuchte dringend professionelle Hilfe" | Sean Gallup via Getty Images
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  • Linken-Politikerin Kipping hat US-Präsident Trump für sein Verhalten während seiner Europareise hart kritisiert
  • Trump sei ein Narzisst, der dringend Hilfe bräuchte

Die Parteivorsitzende der Linken, Katja Kipping, hat am Montag in der "Bild"-Sendung "Die richtigen Fragen" ein hartes Urteil über US-Präsident Donald Trump gefällt. Sie halte ihn für einen "infantilen Narzissten".

Da sei noch das beste, was ihr zu ihm einfalle, sagte Kipping. Mit Blick auf den G7-Gipfel auf Sizilien und den Auftritt in Brüssel sagte sie: "Trump bräuchte dringend professionelle Hilfe."

Trump empört bei seiner Reise

Der US-Präsident hatte auf Sizilien kein Bekenntnis zum Pariser Klimaschutzabkommen geleistet. In Brüssel beim Nato-Treffen fiel Trump durch eine rüde Ansprache an die Mitgliedsstaaten und sein rüpelhaftes Verhalten bei einem Fototermin auf.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich enttäuscht über den Verlauf der Verhandlungen mit Trump gezeigt. Bei einer Rede am Sonntag sagte Merkel wohl mit Blick auf die USA: "Die Zeiten, in denen wir uns auf andere völlig verlassen konnten, die sind ein Stück vorbei."

Klare Kante gegen die USA

Auch Kipping sagte in der "Bild"-Sendung, Europa müsse als Antwort auf Trump stärker zusammenrücken. Dazu gehöre für die Linken-Politikerin aber auch, dass Finanzminister Wolfgang Schäuble seine "Oberlehrer-Rolle" ablegen und gehen müsse.

Deutschland müsse "mit dem Duckmäusertum gegenüber den USA" aufhören. Kipping forderte weiter, sich stärker gegen das Aufrüstungs-Diktat von Trump zu positionieren. Außerdem müsse der Drohnen-Krieg, der auch von Ramstein aus gesteuert wird, sofort gestoppt werden.

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(ujo)