LIFESTYLE
29/05/2017 11:21 CEST | Aktualisiert 29/05/2017 12:13 CEST

Diese 23 Bilder zeigen, wie eine Kindheit ohne Smartphones aussieht

Facebook / Niki boon
Fotographin Niki Boon zeigt: so glücklich können Kinder ohne Smartphones sein

Ein Leben ohne moderne Technologien ist heute nicht mehr vorstellbar. Die meisten von uns sind rund um die Uhr erreichbar. Das Smartphone haben wir ständig zur Hand, in Zügen und U-Bahnen werden wir über Bildschirme nonstop mit Informationen berieselt.

Doch nicht nur wir sind permanent auf unsere Geräte fixiert. Auch für die Kleinsten in unserer Gesellschaft sind Smartphones und Tablets inzwischen fester Bestandteil des Alltags geworden.

Immer früher kommen Kinder mit neuen Technologien in Berührung, immer schneller werden sie davon abhängig und immer weniger können sie sich mit sich selber beschäftigen, warnen Experten.

Wie Kinder sich auch ohne Fernseher und Smartphones amüsieren können

Eine neuseeländische Fotografin und Mutter zeigt jetzt in ihrer Fotoserie “Childhood in the Raw”, dass sich ihre Kinder auch ohne neue Technologien amüsieren können und ihre Kindheit genießen.

“Die Idee für das Projekt ist mir gekommen, als wir beschlossen haben, einen alternativen Erziehungsstil zu praktizieren”, sagte Niki Boon der HuffPost USA. Die Familie lebt in einem ländlichen Umfeld und verzichtet auf alle modernen Geräte wie Fernseher oder Handys.

Ihr Lebensstil habe schon für viele kontroverse Diskussionen gesorgt und viele Fragen bei anderen Menschen aufgeworfen, sagt Boon. Sie habe auch schon oft Kritik für ihre Entscheidung einstecken müssen.

Die Bilder wecken Sehnsüchte und Erinnerungen

Und das nicht nur von Fremden - nein auch Freunde und Familie hätten Zweifel an der veränderten Lebensweise. Auch ihr Ehemann sei nicht von Anfang an überzeugt gewesen.

Doch der alternative, technikfreie Lebensstil der Familie weckt durchaus auch Erinnerungen und Sehnsüchte an die “gute alte Zeit”.

Ihr neues Leben erinnere sie sehr an ihre eigene Kindheit, erzählt Boon, die inmitten einer Großfamilie auf einer Farm aufwuchs.

“Am Anfang dienten die Fotos noch der Dokumentation. Es ging darum, aufzuzeigen, was die Kinder tagtäglich tun", sagt sie.

"Natürlich war es uns auch wichtig, anderen - und irgendwo auch uns selbst - zu zeigen, dass es den Kindern gut geht. Dass ein Prozess stattfindet."

Diese Fotos sind mehr als nur Dokumentation - sie verkörpern einen Lebensstil

Doch nach und nach sei sie frustriert geworden. "Die Fotos zeigten nicht wirklich, wie unser Leben aussieht. Sie erzählten unsere Geschichte nicht gut genug. Es war einfach nicht tiefgründig genug”, sagt Boon.

Also verbrachte die Neuseeländerin Tage und Nächte damit, sich weiterzubilden und sich selbst beizubringen, wie sie bessere Fotos machen kann. Denn sie wollte genau das festhalten, was sie auch sah. Und mit ihren Fotos die Geschichte erzählen, die sich vor ihren Augen abspielt - ganz unverfälscht und echt.

Mit ihren Fotos wolle sie Menschen bewegen - egal, ob in eine positive oder negative Richtung, sagt sie. Wir finden, das ist ihr durchaus gelungen.

Der Artikel ist ursprünglich in der HuffPost US erschienen und wurde von Lisa Radda aus dem Englischen übersetzt und bearbeitet.

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(lk)