Die Preise für Wohnungen und Häuser in deutschen Städten steigen immer weiter - und entkoppeln sich stark vom Einkommen

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Die Preise für Wohnungen und Häuser in deutschen Städten steigen immer weiter - und entkoppeln sich stark vom Einkommen | Mlenny via Getty Images
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In einigen deutschen Großstädten wird die Wohnungssuche immer mehr zur Geduldsprobe. Die Mieten steigen, der Wohnraum wird knapper. Und auch das Eigenheim wird immer unerschwinglicher.

In den sechs größten deutschen Städten entfernen sich verfügbares Einkommen und Kaufpreise erschreckend voneinander. Das hat eine neue Studie des Bundesverbands der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken ergeben.

Das verfügbare Einkommen bezeichnet den Teil des Einkommens, der einem privaten Haushalt gesamt zur Verfügung steht.

In Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt und Stuttgart seien die Preise für eigene Wohnungen und Häuser seit 2007 um mehr als 50 Prozent gestiegen - und damit um 45 Prozentpunkte stärker als die verfügbaren Einkommen der Bewohner dieser Städte.

Keine Angst vor einer Blase

Aber nicht nur in den Städten, auch in den ländlichen Regionen müssen potenzielle Eigenheimbesitzer immer mehr für ihre vier Wände berappen. Im Durchschnitt verzeichnet sich ein Anstieg um 4,8 Prozent bei den Kaufpreisen. Damit steigen die Preise zum sechsten Mal in Folge.

Trotzdem spricht der Verband nicht von einer Immobilienblase. Er sieht auch keine Anzeichen breiter Übertreibungen.

Anders als die Bundesbank. Deren Vorstand Andreas Dombret hatte Anfang Mai gewarnt: "Die Ampel steht eindeutig auf Gelb: Das gilt insbesondere für die Preisentwicklung." Für ihn deuten zum Beispiel das Kreditvolumen und die Standards, nach denen Banken Kredite fürs Eigenheim vergeben, auf eine drohende Immobilienblase hin.

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