"Sicherheitsrisiko": SPD-Fraktionschef Oppermann warnt vor Donald Trump

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THOMAS OPPERMANN
Thomas Oppermann stellt die die deutsche Geheimdienstzusammenarbeit mit den USA infrage | Sean Gallup via Getty Images
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  • Trump soll Medienberichten zufolge hochsensible Geheimdienstinformationen an Russland weitergegeben haben
  • SPD-Fraktionschef Oppermann äußerte nun Zweifel an einer Geheimdienst-Zusammenarbeit mit den USA
  • Er bezeichnete Donald Trump als “Sicherheitsrisiko”

Der SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann hat die Geheimdienstzusammenarbeit mit den USA infrage gestellt.

Er kritisierte vor allem den “willkürlichen Umgang mit wichtigen Informationen” des Präsidenten Donald Trump.

Man müsse bei Trump annehmen, dass er Informationen an russische Vertreter weitergebe. Dies sagte Oppermann der "Berliner Morgenpost". Er betonte, dies sei ein „Sicherheitsrisiko für den Westen”.

Oppermann äußerte Zweifel, ob die deutsche Geheimdienst-Zusammenarbeit mit den USA weiter fortgeführt werden sollte: “So, wie es gerade läuft, kann es nicht weitergehen.”

Mehr zum Thema: Medienberichte: Trump gab geheime Informationen an Russland weiter

Den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sagte er, der Informationsaustausch sei gefährdet und das könne für beide Seiten gefährlich werden.

Der SPD-Fraktionschef im Bundestag bezog sich darauf, dass Trump Mitte Mai Geheimdienstinformationen zur Terrorbedrohung mit Russland geteilt haben soll.

Trump soll hochsensible Informationen an Russland weitergegeben haben

Die “Washington Post” hatte berichtet, dass Trump streng vertrauliche Informationen mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow weitergegeben hatte, als der im Weißen Haus zu Besuch war.

Die Zeitung berief sich dabei auf ehemalige und noch aktive Quellen bei den US-Geheimdiensten.

Konkret soll es sich dabei um Informationen zum Islamischen Staat gehandelt haben, die die USA von einem verbündeten Geheimdienst erhalten hatten. Diese Informationen waren so hochsensibel, dass die USA sie nicht einmal mit anderen Verbündeten geteilt hatten und sie auch intern nur wenigen Personen bekannt waren.

"Trump und seine Mitstreiter quatschen zuviel"

Die weitergegebenen Informationen könnten die weitere Arbeit der mit den USA verbündeten Geheimdienste extrem gefährden.

“Ich habe den Eindruck, dass Donald Trump und seine Mitstreiter zu viel quatschen - und damit der Zusammenarbeit der Nachrichtendienste einen Bärendienst erweisen”, sagte Oppermann dazu.

Der SPD-Politiker ist nicht der einzige, der sich besorgt zeigt. Der betroffene Geheimdienst, dessen Informationen Trump weitergegeben hat, soll der “New York Times” zufolge die USA gewarnt haben.

Er werde die Geheimdienstzusammenarbeit aufkündigen, wenn die bereitgestellten Informationen zu vielen anderen Staaten zur Verfügung gestellt würden.

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