POLITIK
28/05/2017 14:35 CEST

Ex-CIA Direktor wirft Trumps Schwiegersohn Jared Kushner Spionage vor

THOMAS COEX via Getty Images
Jared Kushner, wird vorgeworfen, einen geheimen Kommunikationskanal mit Russland betrieben zu haben

  • Ex-CIA Direktor John McLaughlin wirft Jared Kushner vor, Spionage betrieben zu haben

  • Berichten zufolge wollte Kushner einen geheimen Kommunikationskanal zwischen Washington und dem Kreml einrichten

  • Trumps Regierung rekrutiert nun juristischen Beistand

Die Russlandverbindungen von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner machen weiter Schlagzeilen - und sorgen für heftige Kritik.

Kushner soll mehrere Gespräche mit russischen Politikern verheimlich haben. Außerdem soll er geplant haben, einen geheimen Kontakt zum Kreml aufzubauen.

Für John McLaughlin, einen ehemaligen Direktor der CIA, ein unglaubliches Vergehen: "Wenn ein amerikanischer Geheimagent so gehandelt hätte, hätten wir das als ein Fall von Spionage behandelt", sagte McLaughlin in einem Interview mit dem Sender MSNCB.

"Wir bewerten Kushners Verhalten als Spionage"

Auf die Frage hin, was die interne Reaktion des Geheimdienstes auf Kushners Taten wäre, gibt der Ex CIA-Direktor im Gespräch mit MSNCB eine klare Antwort.

"Wir hätten zuerst gefragt: Ist das ein Aprilscherz? Zunächst würde man es gar nicht glauben, da keiner erwartet, dass so etwas im Zuge einer normalen Übergangsphase der Regierungen passiert," erklärte McLaughlin.

Auch das Timing der Planung eines solchen Kommunikationskanals hält McLaughlin für äußerst auffällig.

"Die Existenz dieses Kanals, wenn vollkommen gesichert, fällt zeitlich mit einem Bericht des Verfassungsschutzes zusammen, in dem es heißt, dass Russland durch Hacker-Angriffe aktiven Einfluss auf die US-Wahlen genommen hat", sagte er.

Unklar bleibt, wofür Kushner den Kanal nutzte

Die Kommunikation, die über den Kanal abgelaufen ist, wurde bis jetzt noch nicht offengelegt. Des Weiteren bleibt unklar, was Kushner mit dieser Verbindung erreichen wollte.

"Wir wissen nicht, wofür der Kanal genutzt wurde. Wir kennen den Inhalt der Konversationen nicht und wir wissen nicht, welches Ziel Kushner verfolgte", erklärt der Ex-CIA Chef im Interview.

Ereignisse wie dieses sind McLaughlin zufolge symptomatisch für die Trump-Regierung.

"Die gesamte Regierung Trumps leidet an einer Hybris, sie halten sich für die Herrscher des Universums", spottete der Ex-CIA Chef.

Trump Regierung organisiert sich bereits Rechtsbeistand

Berichten zufolge reagieren Mitglieder der Trump Regierung bereits auf die immer neuen Vorwürfe über ihre Verbindungen nach Russland, indem sie sich juristischen Beistand sichern.

Die "New York Times" berichtete am Samstag, dass Trumps Gehilfen dabei sind "eine ganze Reihe prominenter Anwälte aus Washington zu rekrutieren."

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(jg)

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