Neue Studie: Intensive Mediennutzung kann zu Entwicklungsstörungen bei Kindern führen

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Kinder und Jugendliche müssen an die Nutzung von elektronischen Geräten herangeführt werden. | Mark Mawson via Getty Images
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  • Es gibt einen Zusammenhang zwischen einer intensiven Mediennutzung und Entwicklungsstörungen der Kinder
  • Das ist das Ergebnis einer neuen Studie
  • Jugendliche gaben in der Studie an, dass sie Schwierigkeiten haben, ihre Internetnutzung zu kontrollieren

Die übermäßige Nutzung von Smartphones und Tablets kann bei Kindern zu Entwicklungsstörungen führen. Das geht aus der aktuellen Blikk-Studie hervor (Blikk steht für Bewältigung, Lernverhalten, Intelligenz, Kompetenz, Kommunikation).

Die von der Bundesregierung geförderte Studie beschäftigt sich mit den Folgen der Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen.

Hyperaktivität, Konzentrationsschwäche und Internetsucht

Den Ergebnissen der Wissenschaftler zufolge zeigen Kinder bis zum 6. Lebensjahr bei einer täglichen Nutzung digitaler Medien von mehr als einer Stunde Sprachentwicklungsstörungen sowie motorisch Hyperaktivität.

Ein nennenswerter Teil der befragten Jugendlichen gab an, Probleme zu haben, die eigene Internetnutzung zu kontrollieren.

Das bedeutet: Wer eine digitale Medienkompetenz nicht frühzeitig erlernt, hat ein höheres Risiko, den Umgang mit den digitalen Medien nicht kontrollieren zu können.

Eltern müssen Kindern den Umgang mit Smartphones beibringen

"In den Händen von Kleinkindern haben Smartphones und Tablets überhaupt nichts zu suchen“, sagte Marlene Mortler (CSU), Drogenbeauftragte der Regierung, der "Passauer Neuen Presse".

"Danach müssen Eltern gemeinsam mit den Kindern die digitalen Möglichkeiten und Grenzen kennen lernen. Ich würde das einmal digitale Fürsorge nennen."

Zu allererst müssten Kinder im Wortsinn im realen Leben laufen lernen: "Danach ist es unsere Aufgabe, die virtuelle Welt mit ihnen zu erforschen und sie dabei an die Hand zu nehmen. Wir dürfen Kinder nicht allein in die digitale Welt hineinstolpern lassen, sondern müssen diesen Weg begleiten."

Update 31. Mai: In einer früheren Version des Artikels waren weitere Ergebnisse der Studie angegeben, die sich als nicht korrekt herausgestellt haben. So war ein Zusammenhang zwischen Fütter- und Einschlafstörungen bei Kindern und der Mediennutzung der Mutter während der Säuglingsbetreuung gezogen worden.

Außerdem war von einer Korrelation zwischen Smartphone-Nutzung und Fettleibigkeit die Rede gewesen.

Ein Beitrag auf der Seite "Juna im Netz" weist korrekterweise darauf hin, dass sich diese Informationen nicht aus der Studie direkt hervorgehen, sondern der Präsentation der Drogenbeauftragten vom 29.05.2017 zu der Studie entstammen. Die Präsentation sei am heutigen Mittwoch offline genommen und bearbeitet worden, schreibt die Autorin auf "Juna im Netz".

Wir bitten die ungenaue Berichterstattung zu entschuldigen.

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(jg, lk)

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