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27/05/2017 07:34 CEST | Aktualisiert 27/05/2017 08:53 CEST

Medienbericht: Trump-Schwiegersohn Kushner wollte geheimen Kontakt zum Kreml aufbauen

Jonathan Ernst / Reuters
Medienbericht: Jared Kushner wollte geheimen Kontakt zum Kreml aufbauen

  • Jared Kushner wird für seinen Schwiegervater Donald Trump zu einem immer größeren Problem

  • Der Berater des US-Präsidenten ist unlängst wegen Verbindungen nach Russland in den Fokus des FBI geraten

  • Jetzt berichtet die "Washington Post": Kushner wollte einen geheimen Draht zum Kreml aufbauen

Jared Kushner ist Donald Trumps Schwiegersohn - und vielleicht auch deshalb sein wichtigster Berater. Zuletzt war Kushner für den US-Präsidenten aber vor allem ein Ärgernis.

Am Freitag wurde nun bekannt: Jared Kushner hat laut einem Bericht der "Washington Post" die Möglichkeit eines geheimen Kontaktes zum Kreml erwogen. Entsprechende Gespräche habe er im Dezember 2016 - nach der Wahl seines Schwiegervaters zum US-Präsidenten - mit dem russischen Botschafter in Washington, Sergej Kisljak geführt.

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Das berichtete die Zeitung unter Berufung auf Regierungsbeamte, die in der Sache informiert wurden. Quelle sollen russische Aufzeichnungen sein. Zuvor war bereits bekannt geworden, dass Kushner aufgrund seiner Verbindungen nach Russland in den Fokus des FBI geraten ist.

Kushner wollte russische Botschaft als geheime Kommunikationszentrale nutzen

Laut dem Bericht der "Washington Post" soll Kushner vorgeschlagen haben, die russische Botschaft in Washington für die Kommunikation zwischen Trumps Übergangsteam mit dem Kreml zu nutzen. Ein geheimer und sicherer Draht hätte gewährleisten sollen, dass die Kommunikation abgeschottet bleibt.

Bei dem Treffen, bei dem auch Trumps früherer Nationaler Sicherheitsberater Michael Flynn zugegen gewesen sein soll, sei auch ein Treffen zwischen einem Gesandten Trumps mit einem russischen Kontakt in einem Drittstaat vereinbart worden.

Wer dieser Entsandte sein sollte, wurde aus den vorliegenden Unterlagen nicht bekannt. Die "Washington Post" hatte jedoch im April berichtet, dass sich Erik Prince, Gründer des privat geführten, einstigen militärischen Sicherheitsdienstes Blackwater und informeller Trump-Berater, auf den Seychellen mit einem Gesandten von Russlands Präsidenten Wladimir Putin getroffen hatte.

Trumps Wahlkampf-Organisation soll Unterlagen dem Geheimdienstausschuss des Senats übergeben

Die "Washington Post" berichtete unter Berufung auf Quellen in der Regierung auch, dass die Wahlkampf-Organisation von Donald Trump aufgefordert wurde, alle Unterlagen zurückreichend bis ins Jahr 2015 an den Geheimdienstausschuss des Senats zu übergeben.

Dies sei das erste Mal, dass ein Senatsausschuss das gesamte Wahlkampflager ins Visier nehme. Bisher seien nur Einzelpersonen Ziel der Untersuchungen gewesen.

Die neuerlichen Enthüllungen um Kushner sind ein weiterer Rückschlag für den US-Präsidenten. Mögliche Verstrickungen zwischen Trumps Team und Russland belasten Trumps Präsidentschaft von Beginn an.

Nach geheimdienstlichen Erkenntnissen versuchte Moskau aktiv, die Präsidentenwahl zu Trumps Gunsten zu beeinflussen. In den FBI-Untersuchungen und Ermittlungen von Parlamentsausschüssen geht es hauptsächlich um die Frage, ob es Absprachen zwischen Mitgliedern aus Trumps Wahlkampfteam und Moskau gab.

Das Justizministerium setzte vergangene Woche einen Sonderermittler ein, der die FBI-Untersuchungen leiten soll.

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