"Das sind Kriegsverbrechen": Mit diesem ehrlichen Feedback hatte der Lehrer sicher nicht gerechnet

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Ava Morrison-Bell ist ein 11-jähriges Mädchen aus Großbritannien. Für ihr junges Alter hat sie schon ziemlich viel Mumm.

Ava und ihre Mitschüler musste am Schuljahresende einen Fragebogen über ihre Lehrer ausfüllen. Eine der Fragen war, was Lehrer besser machen könnten.

Bitte keine Kollektivstrafen mehr

Das Mädchen schlug vor, Lehrer sollten keine Kollektivstrafen mehr verhängen sollten, da es nicht fair für jene Schüler und Schülerinnen sei, die wirklich nichts angestellt haben.

Das Beste: Sie zitierte dazu die Genfer Konvention von 1949 - eine essentielle Komponente des humanitären Völkerrechts. Damit wollte die Schülerin unterstreichen, dass es sich bei Kollektivstrafen um ein Kriegsverbrechen handelt.

"Ich möchte nicht für Dinge verantwortlich gemacht werden, für die ich nichts kann"

In dem Protokoll II des Abkommens nämlich ist festgehalten, dass Kollektivstrafen verboten werden sollen.

Das Protokoll enthält noch weitere Punkte. So spricht es ein Verbot für Folter, Geiselnahme, terroristische Akte, Sklaverei, Vergewaltigung oder auch Zwangsprostitution aus.

Was Ava sagte möchte, ist klar: Sie möchte nicht für Dinge verantwortlich gemacht werden, die sie nicht getan hat.

Ihr Vater sagte derHuffPost US, dass seine Tochter aber durchaus auch positive Antworten auf die anderen Fragen gegeben habe.

Außerdem sei es nicht das erste Mal gewesen, dass seine Tochter die Genfer Konventionen während einer Unterhaltung zitiert habe. “Sie zitierte auch das Mindestlohngesetz, als wir ihr zwei Dollar geben wollten, wenn sie ihr Zimmer aufräumt”, sagte er.

Ava, hoffentlich wirst du mal eine berühmte Menschenrechtsanwältin. Wir würden es uns für dich wünschen.

Dieser Artikel erschien ursprünglich in der HuffPost US und wurde von Lisa Radda aus dem Englischen übersetzt.

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(lk)