Amazon bläst zum Angriff auf Rossmann und dm

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ROSSMANN
Amazon bläst zum Angriff auf Drogerien | dpa
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  • Amazon will sein Produktsortiment weiter ausbauen
  • Nach Lebensmitteln sollen künftig auch noch mehr Drogerieartikel verkauft werden - neben Eigenmarken auch die Marken von der Konkurrenz wie Rossmann oder Aldi
  • Damit geraten die Einzelhändler noch weiter unter Druck

Nur Bücher liefern ist von vorgestern. Mittlerweile kann man beim Online-Händler Amazon fast alles kaufen - und künftig noch viel mehr.

Mit Amazon Fresh versucht der Versandriese seit Anfang Mai den Supermärkten in Deutschland Konkurrenz zu machen - noch funktioniert der Service aber nur in Teilen Berlins und Potsdams.

Als nächstes will Amazon die Drogerien attackieren. Denn der US-Konzern will sein Geschäft mit Drogeriewaren kräftig ausbauen.

Einzelhandelsunternehmen könnten Lieferanten unter Druck setzen

Zudem plane der Versandhändler bis zum Ende des Jahres ein Basissortiment an Eigenmarken einzuführen. Das berichtet die "Lebensmittel Zeitung" unter Berufung auf Unternehmenskreise. Aber auch die Eigenmarken von Aldi oder Rossmann will Amazon künftig selbst verkaufen - um vom dort aufgebauten Kundenvertrauen zu profitieren.

Die Hersteller selbst könnten so allerdings unter Drucke geraten. Denn die klassischen Einzelhandelsunternehmen werden die Belieferung des Online-Konkurrenten nicht einfach hinnehmen.

Das hat bereits Lidl gezeigt: Es drohte Lieferanten von Amazon Fresh zum Teil mit Ausschluss. Drogerieketten wie dm oder Rossmann könnten ähnlich reagieren.

Zielgruppe: junge Familien

Auch deshalb dürfte Amazon versuchen auf eigene Marken setzen. Das Sortiment soll Hygiene-Artikel, Windeln, Babynahrung und Körperpflegeprodukte umfassen. Gegenüber "Spiegel Online" wollte das Unternehmen die Ankündigung bisher nicht bestätigten.

Amazon zielt mit seinem Konzept insbesondere auf junge Familien. Bei den Preisen wolle sich der US-Konzern zwischen Markenprodukten und dem Einstiegssegment ansiedeln.

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(jg)

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