Verwirrung beim Kirchentag: Wer ist der mächtigste Mann der Welt, Obama oder Merkel?

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KIRCHENTAG
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Ex-US-Präsident Barack Obama diskutierten auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag | dpa
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Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche, hat im Rahmen des Kirchentags am Donnerstag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, Ex-US-Präsident Barack Obama und Kirchentagspräsidentin Kristina aus der Au vor dem Brandenburger Tor über die Zukunft der Demokratie diskutiert.

Die Stimmung zwischen Merkel und Obama war wie immer herzlich. Bedford-Strohm setzte dazu an, zu sagen: “Jetzt will ich mal fragen, da ja der einst mächtigste Mann der Welt neben mir sitzt…” Kanzlerin Merkel schaute erkennbar irritiert. Denn sie saß neben dem Ratsvorsitzenden. Obama, der eigentlich gemeint war, saß neben Merkel.

Bedford-Strohm versuchte noch zu erklären, dass es kurz dauere, bis die Übersetzung bei Obama ankomme. Doch die Bundeskanzlerin warf ein: “Also neben Ihnen sitze ja nun einmal ich.”

Die Gäste des Kirchentags und auch Obama und Bedford-Strohm lachten. Kurz darauf korrigierte sich Bedford-Strohm: “Okay. Zwei Plätze neben mir.”

Obama grüßt auf Deutsch

Bei seinem ersten Auftritt beim Kirchentag in Berlin hatte Barack Obama zuvor teilweise die Zuschauer auf Deutsch begrüßt: “Guten Tag, good to see all of you”. (Guten Tag, gut, Sie alle zu sehen). Dann fuhr er fort auf Englisch: “Es ist für mich eine große Ehre, an diesem wunderbaren Ereignis teilzunehmen."

“Was mich besonders begeistert, ist, so viele junge Leute hier zu sehen.” Er liebe Berlin, sagte Obama weiter - und lobte Merkel. Sie sei ihm während seiner Präsidentschaft “eine der liebsten Partnerinnen” gewesen.

Der frühere US-Präsident hat auch dazu aufgerufen, sich massiv gegen Fremdenhass, Nationalismus und antidemokratische Strömungen auf der Welt einzusetzen. Es sei das Wichtigste, sich hinter die Werte zu stellen, die "uns am wichtigsten sind" und sich gegen jene zu stellen, die diese Werte zurückdrängten. "Ich denke, das ist eine wichtige Schlacht, die wir austragen müssen".

Mit Material von dpa

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