Sicherheitsexperte behauptet: US-Angriff auf Nordkorea steht unmittelbar bevor

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  • Der amerikanische Sicherheitsexperte George Friedman glaubt, dass die USA bald Nordkorea angreifen könnten
  • Auf einer Konferenz stellte er die Ergebnisse seiner Analyse vor - ein Kollege widersprach ihm allerdings

Das kommunistische Regime in Nordkorea provoziert weiter mit Raketentests. Erst am vergangenen Montag hatte der Abschuss einer neuen Mittelstreckenrakete den Konflikt angeheizt.

Der amerikanische Sicherheitsexperte George Friedman behauptet nun: Die USA stehen kurz vor einem Angriff auf Nordkorea.

Sein Team habe mehrere Signale ausfindig gemacht, die darauf hindeuten würden, sagte Friedman am Dienstag bei einer Konferenz zum Thema Investment in Florida. Eines der Signale sei etwa, dass F16-Kampfjets täglich über Südkorea Übungen fliegen würden.

70-prozentige Chance für US-Angriff

Das Muster erinnere an die Situation vor dem ersten Golfkrieg, sagte Friedman. Am Mittwoch wiederholte er seine These bei einer Podiumsdiskussion: "Es gibt eine 70-prozentige Chance für einen Angriff."

Einen weiteren Anhaltspunkt dafür sieht er darin, dass US-Präsident Donald Trump Kriegsschiffe zur koreanischen Halbinsel beordert hat. Friedman glaubt: Das war nicht nur eine Drohgebärde. Laut ihm könnte es sich dabei also auch um einen strategischen Schritt gehandelt haben.

Er scheint überzeugt davon zu sein, dass ein Angriff unmittelbar bevorsteht. Allerdings werden die USA nichts unternehmen, bevor Trump nicht von seiner Auslandsreise am Wochenende zurückkehrt.

Glaubt man seiner Analyse, könnten die US-Streitkräfte schon nächste Woche zuschlagen.

Ein Kollege widerspricht Friedmann

Ein Angriffe werde vermutlich aus der Luft erfolgen, sagte Friedman weiter. "Nordkorea ist aber in der Lage, heftig zu kontern, die USA müssen also schnell handeln."

Auf der Konferenz sah ein Kollege Friedman die Lage etwas anders. Der amerikanische Politikwissenschaftler Ian Bremmer sagte: "Die Wahrscheinlichkeit für einen Krieg steigt, aber er steht nicht unmittelbar bevor."

Sicher aber ist: Die Spirale der Provokation um Nordkorea wird wohl vorerst weitergehen.

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