Provokantes Manöver: US-Präsident Trump schickt Kriegsschiff in Südchinesisches Meer

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USS DEWEY
Provokantes Manöver: US-Präsident Trump schickt Kriegsschiff in Südchinesisches Meer | Handout . / Reuters
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  • Ein US-Kriegsschiff hat laut Medienberichten ein von China beanspruchtes Gebiet im Südchinesischen Meer durchquert
  • Das Manöver ist nicht die erste Provokation seit dem Amtsantritt von US-Präsident Trump

Das Südchinesische Meer ist ein heikles Territorium. Mehrere Staaten ringen hier um Gebietsansprüche. Nun haben erstmals die USA seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump militärische Stärke in der Region demonstriert.

Ein US-Kriegsschiff durchquerte Gewässer in der Nähe der Spratly-Inseln, berichteten US-Medien am Donnerstag. China hat die Insel zum Teil künstlich aufschütten lassen. Damit will das Regime Einfluss in der Region gewinnen und seine Ansprüche unterstreichen.

China sieht diese als Hoheitsgewässer an, obwohl es laut eines Urteils des Schiedsgerichtshof von Den Haag keinen Anspruch besitzt.

Das Pentagon gibt sich zurückhaltend

Außenminister Rex Tillerson hatte bereits vor dem Amtsantritt von Trump laut einem Bericht deutlich gemacht, dass China mit der Anlegung von Inseln aufhören müsse. "Wir werden China ein deutliches Signal senden müssen", hatte ihn das Portal "The Diplomat" zitiert.

Handelt es sich bei dem Manöver um dieses Signal? Ein Sprecher des Pentagons gab sich zurückhaltend.

Während Peking solche Manöver in der Vergangenheit immer wieder als illegal bezeichnete, sehen die USA darin keinen Rechtsbruch. "Diese Operationen finden im Einklang mit internationalem Recht statt", sagte Pentagon-Sprecher Jeff Davis dem US-Sender CNN. "Wir fahren per Schiff, fliegen und operieren überall dort, wo das internationale Recht das erlaubt."

Operationen unter dem Titel "Freedom of Navigation" hatte es unter dem ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama in der Region immer wieder gegeben. Das Manöver der "Dewey" war jedoch das erste dieser Art, seit Donald Trump im Weißen Haus sitzt.

Zuletzt besserte sich die Beziehung zwischen den USA und China

In den USA wurde die bisherige Zurückhaltung als Zeichen gewertet, dass Trump die seit seinem Amtsantritt ohnehin angespannten Beziehungen zu Peking nicht noch weiter belasten will.

Trump hatte China im Wahlkampf und vor seiner Amtseinführung mehrfach provoziert. Nach ersten Telefonaten und einem Treffen mit Chinas Präsident Xi Jinping in Florida war von vielen der Anschuldigungen jedoch keine Rede mehr. Trump nannte Xi sogar einen "Freund".

Beim Streit um das Südchinesische Meer geht es vor allem um wirtschaftliche Vorteile. China beansprucht 80 Prozent des 3,5 Millionen Quadratkilometer großen rohstoffreichen Gebietes, durch das auch ein Drittel des weltweiten Schiffsverkehrs geht.

Mit diesem Manöver melden sich nun offenbar auch die USA in dem Konflikt zurück.

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(mf)