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25/05/2017 00:29 CEST | Aktualisiert 25/05/2017 08:23 CEST

"Maischberger": Mit nur einem Wort stellt Martin Schulz die Verteidigungsministerin bloß

ARD
Martin Schulz getraute sich zu "Maischberger".

  • Martin Schulz wagte sich zu "Maischberger"

  • Die Moderatorin konfrontierte ihn mit dem Populismus-Vorwurf

  • Im Gespräch ließ er seine Meinung über die Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen durchblicken

Verlorene Landtagswahlen und miese Umfragewerte: Für Martin Schulz und seine Sozialdemokraten läuft es nicht gut. Jetzt machte der SPD-Kanzlerkandidat den Schritt nach vorne und wagte sich zu "Maischberger".

Die Journalistin nahm Schulz von Anfang an in die Zange. Dieser musste sich gegen den Vorwurf wehren, seine Gerechtigkeits-Offensive klinge zwar gut, biete aber wenig Konkretes.

Schulz konterte und zählte Maßnahmen auf, die genau das Gegenteil belegen würden: Familienarbeitszeit, Arbeitslosengeld, neue Kita-Konzepte, Ideen zu Renten und Steuern.

Seitenhieb gegen die "Mitbewerber"

"Ich glaube schon, dass wir konkreter sind als unsere Mitbewerber, und dass die mindestens so floskelhaft sind wie wir", sagte Schulz.

Dann warf Maischberger dem SPD-Mann beim Thema Kita-Gebühren den Populismus-Vorwurf an den Kopf. Die Kita-Gebühren müsse man klar auf der Ebene der Länder regeln. Ein Vollzug auf Bundes-Ebene sei sehr schwierig. Aber genau das sei vielen Wählern nicht bewusst.

Schulz setzte sich zur Wehr: Er habe nur Zusicherungen aber keine Versprechen gemacht. Das Ziel sei die Gebührenfreiheit. Und er wolle alles tun, was es dafür braucht.

Schulz: Ungerechtigkeit bedroht Deutschland

Dann lenkte Schulz gekonnt zum Gerechtigkeitsthema über. Deutschland sei zwar nicht sonderlich ungerecht. "Aber Deutschland kann es werden, wenn wir jetzt nicht investieren“, sagte Schulz. Bei den Einkommen und den Renten müsse man noch viel tun, so Schulz.

Dann versuchte Schulz, der Moderatorin mit einem Kompliment zu begegnen: "Sie nehmen mich ziemlich hart ran im Moment, denn Sie sind eine hervorragende Journalistin.“

Doch Maischberger ließ sich nicht bezirzen. Sie wisse schon, dass Schulz jeweils "auf diese Tour" käme. "Aber das beeindruckt mich überhaupt nicht.“ Und gleich ging sie wieder dazu über, eine harte Frage nach der anderen an Schulz zu richten.

Schulz fürchtet von der Leyen mehr als Trump

Sie versuchte es mit einer Ja-Nein-Runde - der SPD-Kandidat durfte nur mit einem der beiden Worte antworten. Natürlich hielt er sich nicht dran.

Maischberger fragte Schulz, ob er glaube, dass Ursula von der Leyen bis zum Herbst Verteidigungsministerin bleiben wird.

Schulz: "Ich fürchte Ja."

Und wird Donald Trump bis Ende des Jahres Präsident bleiben? Diesmal antwortet Schulz nur mit einem kurzen. "Ja."

Aha - anscheinend sieht er in der Verteidigungsministerin die größere Gefahr.

"Jetzt hätte sie auch: 'Ich fürchte Ja' sagen können", stichelte Maischberger. Schulz redete sich raus. Schließlich durfte er ja nur mit "Ja" oder "Nein" antworten, entgegnete er.

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(bp)

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