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25/05/2017 08:52 CEST | Aktualisiert 25/05/2017 11:28 CEST

Markus Lanz will einen Studiogast loben, macht dabei einen peinlichen Fehler - und bleibt trotzdem cool

Screenshot/ZDF
Markus Lanz will einen Studiogast loben - und blamiert sich

Am Mittwochabend war Autor Heinz Strunk zu Gast in der ZDF-Talkshow “Markus Lanz”. Zuletzt erschien von ihm der Roman “Jürgen”.

Moderator Markus Lanz setzte am Ende zu einer kleinen Lobeshymne über Heinz Strunk an. Immerhin musste der lange auf seinen Erfolg im Leben warten.

Bei seinem Abschlusswort unterlief Lanz allerdings ein kleiner, aber peinlicher Fehler.

Mehr zum Thema: "Keine Lehrer mehr aus anderen Ländern": Grünen-Politiker Özdemir schlägt bei Lanz radikale Töne an

Lanz freut sich über den Erfolg von Strunk

Der Moderator hatte den Schriftsteller und Entertainer über seine Existenzängste gefragt, weil er das auch persönlich nachvollziehen könne. “Dass Sie jetzt so einen Erfolg haben, freut mich persönlich ganz besonders. Weil es wenige gibt, die es so verdient haben, wie Heinz Schenk.”

Schenk? Das Publikum klatsche. Heinz Strunk lachte. "Hab ich Schenk gesagt?", fragte Lanz in die Runde - und blieb trotz des Missgeschicks gelassen. "Wir bleiben trotzdem Freunde, Heinz?", sagte er zu Strunk. Der Moderator schob noch hinterher, dass er zu FDP-Chef Christian Lindner auch immer Patrick Lindner sage.

Einige Zuschauer scherzten natürlich darüber, dass Lanz ausgerechnet bei seiner Lobeshymne der falsche Namen über die Lippen kam.

"Lanz interessiert sich sehr für seine Gäste"

“Lanz war heute zum Schluss wie der schlafende Lkw-Fahrer, der auf das Stauende fährt. Sagt Heinz Schenk. Zu Heinz Strunk”, schreibt ein Twitter-Nutzer.

Ein anderer Nutzer kommentiert: “Heinz Schenk? Lanz ist sehr an seinen Gästen interessiert."

Einen Heinz Schenk kennt die deutsche Unterhaltungsbranche auch. Der Showmaster und Schauspieler Heinz Schenk, der 2014 verstarb, ist bekannt aus der Satire “Kein Pardon”.

Auf den Erfolg musste Strunk lange warten

Um Strunk selbst ging es im Gespräch vor Lanz’ Fauxpas natürlich auch. Und zwar vor allem, um seine Existenzängste. An seinen Erfolg als Autor hatte Strunk selbst eigentlich nicht mehr geglaubt.

Am ”biographischen Tiefpunkt” seines Leben habe er mit dem Schreiben angefangen. “Du kannst doch ganz zu schreiben, schreib doch mal irgendwas”, sagte eine Bekannte zu ihm. Danach brachte er seine Karriere als Tanzmusiker aufs Papier - und landete 2004 einen Bestseller mit “Fleisch ist mein Gemüse”. Eine halbe Millionen Exemplare des Buchs sind mittlerweile verkauft worden.

Strunk erzählte in der Sendung auch von seiner Kindheit. Bis zum Alter von zwölf Jahren habe er die glücklichste Kindheit gehabt - bis seine Mutter eine Psychose bekam. “Ich konnte gar nicht einschätzen, was das ist. Dann war meine Kindheit beendet”, sagte er.

Strunks Mutter starb, als er 36 Jahre alt war. Den großen Erfolg ihres Sohnes hat sie nicht mehr miterlebt.

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(ujo)

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