Kitas sollen Impf-Verweigerer melden - diesen Eltern drohen dann 2500 Euro Strafe

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IMPFUNG
2500 Euro Strafe für Impf-Verweigerer - Kitas sollen Eltern melden | Sean Gallup via Getty Images
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  • Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe will gegen Impfgegner vorgehen
  • Kindergärten sollen Eltern, die ihre Kinder nicht impfen lassen, melden
  • Diesen Impf-Verweigerer soll eine Geldstrafe drohen

Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung will Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hart gegen Eltern vorgehen, die ihre Kinder nicht impfen lassen.

Künftig sollen Kitas verpflichtet werden, Eltern beim Gesundheitsamt zu melden, wenn die sich einer verpflichtenden Impfberatung verweigern. Dann sollen den Eltern bis zu 2500 Euro Strafe drohen.

"Dass noch immer Menschen an Masern sterben, kann niemanden kaltlassen. Deshalb verschärfen wir jetzt die Regelungen zum Impfschutz", sagte der Minister gegenüber "Bild".

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Kita kann ungeimpfte Kinder ausschließen

Vor der Aufnahme in eine Kita soll eine ärztliche Impfberatung nachgewiesen werden. 2017 wurden mit 410 Fällen bereits mehr Masern-Erkrankungen als 2016 (325 Fälle) registriert, zudem wurde diese Woche in Deutschland sogar ein Todesfall gemeldet.

Bereits jetzt können ungeimpfte Kinder und Erwachsene vom Besuch einer Kita ausgeschlossen werden, um einen größeren Ausbruch von Masern oder Mumps zu verhindern.

Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt die Masern-Impfung auch allen nach 1970 geborenen Erwachsenen, die in der Kindheit nicht oder nur einmal geimpft wurden oder bei denen der Masern-Impfstatus unklar ist.

Mit Material der dpa.

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(cho)

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