POLITIK
24/05/2017 08:22 CEST

Eine Grafik der "Zeit" zeigt, worum es bei der Familienpolitik wirklich gehen sollte

  • Beim Thema Familienpolitik geht es immer wieder auch um das Thema Ehe - und deren Schutz

  • Vor allem konservative Politiker propagieren immer wieder das Verbot der homosexuellen Ehe

  • Eine Grafik der Zeit zeigt auf, wie scheinheilig das ist

Geht es in der politischen Debatte um deutsche Familien, bringen Politiker auch immer wieder gerne das Thema der Ehe auf den Tisch. Dann heißt es gerade bei den Konservativen immer wieder gerne, man müsse die "Ehe schützen“. Doch wovor eigentlich?

Die "Zeit“ hat mit einer Grafik auf den Punkt gebracht, worum es bei der Diskussion um das Verbot homosexueller Ehen geht: nämlich nicht um das Wohl der Familien. Grünen-Politiker Omid Nouripour teilte das Schaubild bei Twitter.

"Was Ehe und Familie schützt“ ist das Kreisdiagramm aus der wöchentlichen "Zeit“-Rubrik "Torten der Wahrheit“ überschrieben.

Die Antwort der Autorin: Zum gleichen Teil eine gute Hebammenvesorgung, ausreichend Kita-Plätze und angemessene Löhne und Gehälter. Und eben nicht die Idee, gleichgeschlechtlichen Paaren das Heiraten zu verbieten.

Dem Bundestag liegen derzeit drei Gesetzentwürfe für die uneingeschränkte Homo-Ehe vor, von den Linken, den Grünen und vom Bundesrat.

Die große Koalition aus Union und SPD ist in der Frage gespalten und verhindert eine Abstimmung, indem sie im Rechtsausschuss das Thema immer wieder vertagt.

Die Grünen wollen, dass das Bundesverfassungsgericht den Rechtsausschuss verpflichtet, eine Abstimmung spätestens in der planmäßig letzten Sitzung vor der Sommerpause am 30. Juni und damit vor der Bundestagswahl zu ermöglichen.

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(jg)

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