Unglückliche First Lady: Warum lächelt Melania Trump so selten?

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Mit Schleier, ohne Lächeln: Melania Trump mit ihrem Mann beim Papst

Eine glückliche Frau sieht anders aus. Auch eine glückliche First Lady. Eine wie Michelle Obama (53). Bei ihr hatten die Amerikaner das Gefühl: Diese Frau ist mit sich, dem Amt und ihrer Umgebung im Reinen. So einen Eindruck kann Melania Trump (47) nicht vermitteln.

Die Ehefrau des amtierenden US-Präsidenten wirkt in Gegenwart ihres Mannes so niedergeschlagen, wie man es bei einer First Lady noch nie gesehen hat. Bei den jüngsten Staatsbesuchen in Saudi Arabien und Israel sah man sie kaum lächeln. Meist dackelte sie Donald Trump (70) mit gesenktem Kopf hinterher, zweimal wehrte sie mit erstaunlicher Entschlossenheit den Versuch ihres Mannes ab, mit ihr Händchen zu halten.

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Mit Schleier, aber ohne Lächeln beim Papst

Auch die Visite bei Papst Franziskus (80) verlief nicht anders. Donald Trump lächelte, fletschte die Zähne, zog die Mundwinkel verächtlich runter, fuchtelte herum. Und seine Frau? Sie blickte so ernst unter ihrem offenen schwarzen Spitzenschleier drein, als wollte sie der hektischen Motorik ihres Mannes wenigstens ein bisschen an Würde entgegensetzen.

Trägt Melania so schwer an der Bürde ihres Amts als FLOTUS (First Lady of the United States) oder ist es die Last mit einem Donald Trump verheiratet zu sein? "Die neue First Lady Melania Trump arbeitete jahrelang als Fotomodel. Sie weiß um die Wirkung von Bildern. Umso bemerkenswerter, dass sie oft bedrückt wirkte", schrieb schon vor Monaten "stern.de".

Einen Tick zu schön?

Sie ist zweifelsohne eine schöne Frau. Modelgesicht mit sehr reizvollen hochstehenden Wangenknochen und wallender Haarpracht, wie man sie von diversen Hollywood-Beautys kennt. Vielleicht ist das ihr Manko von Anfang an: Sie ist einen Tick zu schön, denn während die Trump-Fans von der eindrucksvollsten Präsidenten-Gattin seit der Französin Carla Bruni (49) schwärmten, lästerte die Presse vom Auftritt einer Frau, die wie eine Schönheitskönigin daherkommt.

Sie ist in Slowenien geboren, das darf und soll auch jeder hören. Sie spricht mit "überraschend starkem Akzent", schreibt der Schweizer "Blick", der Melania Trump eher mit einem Bond-Girl vergleicht als mit einer First Lady.

#SadMelania ist ein großes Thema

Die traurige Melania bzw. #SadMelania ist ein großes Thema geworden, das Printmedien und Internetforen gleichermaßen beschäftigt. Eine Userin schreibt: "Melania Trump hat es wirklich nicht leicht. Obwohl sie so gut wie gar nichts dafür kann, dass ihr Mann jetzt Präsident der Vereinigten Staaten ist, lassen alle ständig ihre Wut an ihr aus. Die beliebteste Geschichte: Melania ist ein nicht besonders schlaues süd-osteuropäisches Model, deren reicher Mann sich dummerweise als totaler Psychopath herausgestellt hat. Jetzt hält er sie in einem goldenen Käfig gefangen, aber Mitleid müssen wir mit ihr trotzdem nicht haben, sie hat es sich ja selbst ausgesucht, die Tusse! Tja, dumm gelaufen, Melania!"

"Sie ist in einer wenig beneidenswerten Position, weil ihr Mann so spaltend ist", so formuliert es die amerikanische Journalistin Kate Andersen Brower, die ein Buch über die Macht und die Rolle der First Ladys geschrieben hat. Möglicherweise wusste Melania von Anfang an, welches Chaos in Washington herrschen wird, wenn dort erst einmal ihr Mann das Sagen hat. Möglicherweise wollte sie sich das nicht antun. Sie ist die erste First Lady, die nicht von Anfang an mit dem Präsidenten ins Weiße Haus gezogen ist. Im September soll das nachgeholt werden.

Echte Ruhe im Trump Tower?

Bis dahin lebt Melania Trump mit ihrem Sohn Barron und ihren Eltern in New York. Hoch oben im Trump-Tower mache sie sich fast so rar wie Rapunzel, meint die "New York Times". Sie genieße dort vielleicht einfach mal echte Ruhe: "In ihrem goldenen Adlerhorst - ohne das störende Licht von Donalds Mobilgeräten, wenn er zu nachtschlafender Zeit mal wieder die Welt in Flammen steckt."

Melanias Körpersprache gegenüber ihrem Mann verrät so viel Distanz als sei er ein Fremder. Ein Videoclip von beiden erfreut sich im Internet größter Beliebtheit, vermutlich weil er so verräterisch ist: Das Filmchen zeigt den frischgebackenen Präsidenten, der vor den Mikrofonen steht und das Bad in der Menge genießt, hinter ihm Melania. Für einen Augenblick dreht sich Donald Trump zu seiner Frau um, sie lächelt strahlend. Als er ihr wieder denn Rücken zuwendet, verschwindet das Lächeln sekundenschnell. Wie ausgeknipst! Und Melania schaut so düster nach unten, als ob sie in ihre Zukunft schaut.