"Twin Peaks" im Stream: Serien-Comeback online sehen, so geht's

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  • Die Kultserie "Twin Peaks" ist online - und feiert am Donnerstag TV-Premiere in Deutschland
  • Das Video oben zeigt, wie ihr die Serie auf Sky Go online sehen könnt
  • Und Staffel 1 und Staffel 2 gibt es ebenfalls - und zwar auch bei Amazon

"Twin Peaks" im Stream: Der TV-Serienklassiker ist nach mehr als 25 Jahren Pause zurück auf dem Bildschirm und hat echtes Kinoformat. Vor der US-Ausstrahlung am Sonntagabend amerikanischer Zeit hatten die Macher strengste Geheimhaltung gewahrt, was die Zuschauer da erwartet.

Jetzt ist klar: David Lynch hat den neuen Folgen noch stärker die Handschrift seiner Kinofilme verpasst.

Die Serie hatte im Jahr 1990 mit trügerischer Kleinstadt-Idylle und kühler Jazzmusik begonnen. Jetzt ist sie endgültig ein Höllentrip in die Abgründe der Seele und erinnert manches Mal an Lynch-Schocker wie "Eraserhead".

Dennoch: Immer wieder sind die schrägen Comedy-Momente da, die Fans so lieben.

"Twin Peaks" online sehen, so geht's

Die ersten vier Folgen von "Twin Peaks" sind bereits im Streamingangebot von Sky verfügbar - jedoch nur im englischen Originalton. Der Pay-Sender Sky Atlantic zeigt die neuen Folgen in der deutschen TV-Premiere ab Donnerstag, 25. Mai, 20.20 Uhr. Zeitgleich findet ihr die synchronisierte Fassung ebenfalls auf dem Internetportal Sky Go.

Die beiden Angebote sind jedoch an ein Abo gebunden.

"Twin Peaks" online auf Sky sehen - hier geht's

Übrigens Sky bietet an dieser Stelle auch die beiden Original-Staffeln des Serienklassikers online an. Zudem können Amazon-Prime-Nutzer Staffel 1 und Staffel 2 kostenlos im Internet sehen.

Wie beginnt das "Twin Peaks"-Comeback?

Wer Sorge hatte, die neuen Episoden würden die Langeweile eines Ehemaligentreffens verbreiten, kann beruhigt sein. Die vorerst einzige Rückblende direkt am Anfang bildet das Scharnier zu den frühen 90ern: Die tote Schönheitskönigin Laura Palmer (Sheryl Lee), die dem jungen FBI-Agenten Dale Cooper (Kyle MacLachlan) mit verzerrter Stimme prophezeit: "Wir werden uns in 25 Jahren wiedersehen."

Und nach all der Zeit ist Cooper offensichtlich noch immer in der Zwischenwelt der schwarzen Hütte gefangen. Diesmal hat ein Riese (Carel Struycken) eine Botschaft für ihn: "Es ist nun bei uns zuhause."

Ein Grammophon krächzt dazu leise eine unverständliche Ansage.

"Man kann es noch nicht laut aussprechen", sagt der Hüne. Seine Hinweise: "Erinnern Sie sich an die 430? Richard und Linda. Zwei Fliegen mit einer Klappe."

Cooper: "Ich verstehe."

Der freundliche FBI-Agent mit britischen Manieren hatte in der zweiten Staffel seine Seele einem Dämonen überlassen, um ein geliebtes Mädchen vor dem Tod zu retten.

Seit dem Teufelspakt ist ein Doppelgänger von ihm auf freiem Fuß: Schulterlange Elvisfrisur, sonnengegerbtes Gesicht, Rockerjacke, Schlangenlederhemd, ruppiges Auftreten - so hat man Kyle MacLachlan noch nie gesehen. Ist dies das Böse selbst?

Darum geht's

Die Neuauflage sprengt die Kleinstadtwelt von Twin Peaks. In Buckhorn, Süd-Dakota, wird ein zusammengesetzter Leichnam gefunden: der Kopf einer hübschen Bibliothekarin, der Torso eines dicken Mannes.

Der Tatverdächtige hat zwar überall seine Fingerabdrücke hinterlassen, beteuert aber verzweifelt, nie dort gewesen zu sein.

In einem unheimlichem Hochhaus-Loft in New York hockt derweil der Student Sam (Benjamin Rosenfield) und starrt im Auftrag eines Milliardärs auf einen leeren Glaskasten, der von technischen Apparaturen umzingelt ist.

Bis Tracey (Madeline Zima, "Die Nanny") ihn mit zwei Bechern Kaffee und anderen Argumenten zum heißen Sex vor dem Kasten überredet. Das kann nicht gutgehen.

Wie hatte Sam eben noch gesagt? "Der Typ, den ich ersetzt habe, soll am Ende im Kasten etwas gesehen haben."

So wie der römische Gott Saturn seine eigenen Kinder gefressen haben soll, saugt auch "Twin Peaks" viele Streaming-Formate auf, die ohne diese Serie wohl nicht denkbar gewesen wären, "Lost" etwa und "True Detective".

Warum es keine dritte Staffel ist

David Lynch und Mark Frost reagieren übrigens ausgesprochen gereizt, wenn Fans von der "dritten Staffel" sprechen, wie die "New York Times" berichtet.

Die zwei Produzenten betonen, sie hätten ein eigenständiges 18-teiliges Werk geschaffen. Dennoch gibt es den ein oder anderen Querverweis.

So seufzt Polizeisekretärin Lucy Brennan (Kimmy Robertson), Cooper habe sich nie wieder gemeldet: "Wir haben nicht einmal eine Weihnachtskarte von ihm bekommen."

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