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24/05/2017 11:51 CEST | Aktualisiert 26/05/2017 13:08 CEST

Passagiere entdecken Loch in Mistral Air Flugzeug - und starten einen Aufstand

Laurent Dard / Reuters
Passagiere hatten ein Loch in der Maschine von Mistral Air entdeckt.

  • Ein Passagier hat ein Loch im Rumpf einer Passagiermaschine entdeckt

  • Der Air Berlin Flug wurde von dem Subcharter Mistral Air durchgeführt

  • Erst auf Drängen der Passagiere wurde der Flug gestrichen

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Oder wie der Fall vom vergangenen Sonntag zeigt: Beschweren ist besser.

Ein Flug der Gesellschaft Air Berlin, durchgeführt durch den Subcharter Mistral Air, hatte die Online-Gemeinschaft empört.

Ein Passagier hatte im Rumpf des Mistral Air Flugzeuges ein Loch entdeckt und alarmierte umgehend das Bodenpersonal.

"Fluggäste, unter anderem ich, haben das Loch entdeckt, als wir in das Flugzeug einsteigen sollten. Ich war davon ausgegangen, dass jedes Flugzeug vor dem Start geprüft wird", sagte Robert T., der das Loch entdeckte, dem "Express".

Anstatt den Flug, der 70 Passagiere transportieren sollte, direkt abzusagen, versuchte das Bodenpersonal von Mistral Air, die Fluggäste zu überreden, trotzdem einzusteigen.

Die Passagiere sind empört

Robert T., der den Schaden entdeckte, kritisierte das Verhalten des Flugpersonals scharf.

Dem "Express" sagte er, dass das Personal auf ihre Beschwerde nicht einging, sondern den Gästen riet, Vertrauen zu haben.

Das wollte sich Robert T. nicht gefallen lassen und veröffentlichte ein Foto des Lochs und einen Kommentar auf Facebook.

Air Berlin äußerte sich nun mit folgendem Statement zu den Vorwürfen:

Mistral Air hat am Sonntag, 21. Mai 2017, den Flug AB6842 von Düsseldorf nach Stuttgart im Auftrag von airberlin übernommen. Dementsprechend trug das Flugzeug kein airberlin Branding und es war eine Crew von Mistral Air.

Es ist weltweit üblich, dass Airlines Subcharter einsetzen, um Flugausfälle zu vermeiden. Die Sicherheit unserer Passagiere und Crews hat für airberlin höchste Priorität. Wir setzen bei unseren Subcharter-Partnern und so auch bei Mistral Air die IOSA-Zertifizierung voraus. Bei dieser Zertfizierung handelt es sich um ein Safety Audit der IATA. Damit folgt Mistral Air dem höchsten Safety und Compliance Standard.

Folgendes wurde unserer Verkehrsleitung seitens Mistral Air offiziell gemeldet und wiederholt bestätigt: Der Kapitän der Mistral Air führte den routinemäßigen Check des Flugzeugs vor dem Start aus Zeitgründen parallel zum Boarding der Passagiere durch. Dies ist bei kurzen Standzeiten ein übliches Verfahren.

Während des Boardings unterbrach der Kapitän den Walk Around, um weitere Flugvorbereitungen im Cockpit vorzunehmen. Dann setzte der Kapitän den Walk Around fort und erklärte schließlich das Fluggerät für fluguntauglich.

Mistral Air hat unverzüglich unsere Verkehrsleitung informiert. Alle Passagiere wurden auf ein Ersatzfluggerät umgebucht und sind mit 2:35 Stunden Verspätung in Stuttgart gelandet.

Es ist Vorschrift, dass zusätzlich zum Check durch den Piloten ein finaler Walk Around durch den Ramp Agenten vorgenommen wird. Durch diese Redundanz wird eine weitere Sicherheitsinstanz eingebaut und die Wahrscheinlichkeit, dass ein Flugzeug mit einer solchen Beschädigung wie bei Mistral Air zum Start frei gegeben wird, auf ein Mindestmaß reduziert.

Mistral Air hat weitere Untersuchungen zur Entstehung des Schadens eingeleitet. Für Rückfragen zum Schaden und den Untersuchungen bitten wir, die Pressestelle von Mistral Air zu kontaktieren: m.marcone@posteitaliane.it

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(ujo)

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