J Balvin: "Enrique Iglesias hat mir viel über Frauen beigebracht"

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J Balvins Markenzeichen: seine bunten Haare und der ausgefallene Kleidungsstil

In Lateinamerika ist er bereits einer der größten Stars: Latin-Pop-Sänger J Balvin (32, "Hey Ma") will nun aber auch in Deutschland die Charts stürmen. Dabei unterscheidet sich der Kolumbianer nicht nur musikalisch von vielen anderen Künstlern: Auch die bunten Haare gehören zu seinem Markenzeichen. Sogar die New York Fashion Week durfte er repräsentieren. Kein Wunder, dass ihn viele als den Kanye West (39, "Fade")Lateinamerikas bezeichnen. Auf seiner Deutschlandtour hat er der Nachrichtenagentur spot on news verraten, was er über den Vergleich mit Kanye denkt und was er sich zum Vorsatz genommen hat.

Mehr und mehr Leute hören heutzutage Reggaeton. Vor zehn Jahren war die Musikrichtung allerdings kaum jemandem bekannt. Woran könnte das liegen?

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Balvin: Die Welt ist heutzutage kleiner geworden, als sie eigentlich ist. Mit Social Media ist schließlich vieles einfacher geworden. Dank YouTube oder Facebook lernen Menschen nun auch Musik kennen, die sie zuvor nicht kannten. Die Welt liegt dank des Internets in unseren Händen. Die Musik geht viral - solange sie gut ist. Der zweite große Markt ist Lateinamerika und wir gewinnen nun immer mehr an Bedeutung.

2015 sind Sie mit Enrique Iglesias auf Tour gewesen. Haben Sie nach den Konzerten etwas zusammen unternommen?

Balvin: Er ist ein toller Kerl - er hat mir in Las Vegas viel über Frauen beigebracht. Und auch was die Karriere betrifft, durfte ich viel von ihm lernen. Viel feiern oder quatschen konnten wir aber gar nicht. Er war mit dem Flugzeug unterwegs, ich mit dem Bus.

Ihre bunten Haare gehören zu Ihrem Markenzeichen. Warum haben Sie sich dazu entschlossen, Ihre Haare zu färben?

Balvin: Ich habe mir zum Vorsatz genommen, alles zu machen, was mich glücklich macht. Deswegen sind wir doch alle hier: Um nach dem Glück zu suchen. Außerdem will ich den Leuten da draußen eine Message senden: Seid ihr selbst! Ich bin mir dessen bewusst, dass ich mit meinen Haaren polarisiere.

Mit welchen Collaborations können Ihre Fans demnächst rechnen? Vielleicht Songs mit Big Sean oder Justin Bieber?

Balvin: Big Sean habe ich erst neulich getroffen und wir wollen definitiv zusammenarbeiten. Ich lasse mir damit aber Zeit. Auch mit Justin Bieber ist eine Collabo im Herbst geplant.

Einige Leute vergleichen Sie mit Drake oder Kanye West. Was denken Sie darüber?

Balvin: Ich denke, das ist positiv. Ich mag Drake und ich mag Kanyes Musik. Viele vergleichen ja eher unseren Kleidungsstil miteinander. Musikalisch ähneln wir uns weniger. Ich mache schließlich Latino-Musik und die Musikwelt mit meinen Songs zu verändern, ist großartig.

Würden Sie denn selbst sagen, Ihr Kleidungsstil ähnelt dem von Kanye West?

Balvin: Nein, ich bin Kanye West nicht ähnlich, auch wenn viele unseren Kleidungsstil miteinander vergleichen. Wir sind, was die Mode angeht, sehr unterschiedlich. Aber er ist immer eine Inspiration für mich. Ich lerne viel von ihm.

Wie würden Sie Ihren Fashion-Stil denn beschreiben?

Balvin: Manchmal liebe ich es, mich bunt anzuziehen. An anderen Tagen bin ich einfach nur daheim und trage einen Pyjama. Das kommt ganz auf die Stimmung und das Selbstbewusstsein an.

Haben Sie spezielle Rituale, bevor Sie auftreten?

Balvin: Mein Team und ich beten gemeinsam. Ich bin sehr dankbar, meinen Traum leben zu können. Es ist toll, aber oft auch sehr anstrengend. Man gibt als Künstler schließlich viel Energie an das Publikum ab und kann sich danach sehr leer fühlen. Bei all dem lerne ich auch noch viel über mich selbst.

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