"Probier's mal aus, es tut nicht weh": So will Peter Tauber für Angela Merkel auf Stimmenfang gehen

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PETER TAUBER
CDU-Generalsekretär Peter Tauber setzt auf einen Haustürwahlkampf | Wolfgang Rattay / Reuters
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Stell dir vor, Peter Tauber steht vor deiner Haustür und präsentiert dir das aktuelle Programm der CDU. Es gefällt dir nicht - und du hast eh nie CDU gewählt. Die Merkel als Kanzlerin ist ja vielleicht ganz okay, das war es dann aber auch.

Tauber hat da einen lockeren Spruch parat, der dich doch noch von den Christdemokraten überzeugen soll: “Probier’s mal aus, es tut nicht weh."

Das ist laut einem Interview Taubers für "Focus Online" das Prinzip, mit dem der CDU-Generalsekretär im Wahlkampf Werbung für seine Partei machen will. Ein klassisches Minimalprinzip - denn was einem nicht wehtut, muss ja nicht gleich gut für einen sein.

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Doch Tauber hat aus den erfolgreichen Landtagswahlen für sich die Erkenntnis gezogen: “Haustürwahlkampf wirkt!”

Partei für Arbeitnehmer, Schulabgänger und Rentner

Im Gespräch mit “Focus Online” sagte Tauber auch, dass die CDU eine “Volkspartei der Mitte sei, die ein Angebot für alle Menschen mache - für den Arbeitnehmer, den Schulabgänger und die Rentnerin”.

Insbesondere nach dem Wahlsieg der CDU in Nordrhein-Westfalen müsse die Partei nun weiterhin ihre Geschlossenheit beweisen. “Es ist ein Sieg der gesamten CDU, einer, mit dem zugegebenermaßen viele nicht gerechnet haben", sagte der Generalsekretär.

"Ihr werdet mir helfen müssen"

Doch die Kanzlerin hat bereits auf dem Essener Parteitag die CDU dazu aufgerufen, im Wahlkampf zusammenzuhalten: “Ihr werdet mir helfen müssen.”

Diesen Appell wiederholt Tauber gegenüber “Focus Online” und hat seine genauen Vorstellungen der Hilfe: “Wir müssen rausgehen. Wir können uns nicht darauf verlassen, dass das Plakat der Bundeskanzlerin am Bahnhof reicht, sondern unsere Wahlkämpfer müssen an die Haustüren.”

Tauber ist sich zudem sicher, mithilfe der CSU und Merkel den Wahlkampf zu gewinnen. “Ich habe die Erwartung, dass wir dieses Programm gemeinsam hinaustragen ins Land: Für diese Punkte steht die Union, steht Angela Merkel.”

Vom Wahlkampf der SPD hält Tauber nichts

Als Hauptgegner sieht der CDU-Mann weder die AfD noch die so genannten Social-Bots aus Russland, die den Wahlkampf beinflussen könnten - sondern die SPD.

Vom Wahlkampf der Gegner hält Tauber generell aber nichts. “Die SPD hat es noch nicht einmal geschafft, den Slogan von Martin Schulz richtig auf das Deckblatt des Programmentwurfs zu schreiben”, sagte er gegenüber “Focus Online”.

Der CDU-Politiker will die Wahlkampfstrategie an der Haustür noch mit einer eigenen App, der “connect17”-App, verstärken.

Doch ein Grundsatz steht für den 42-Jährigen fest: “Unsere Wahlkämpfer müssen an die Haustüren.”

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