Ex-Kanzler Schröder fordert: Begrenzt die Amtszeit von Bundeskanzlern

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GERHARD SCHRDER
Gerhard Schröder will eine Beschränk der Amtsdauer für deutsche Bundeskanzler. | Thierry Monasse via Getty Images
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  • Gerhard Schröder schlägt vor, die Amtsdauer des Bundeskanzlers zu begrenzen
  • Man werde im Amt immun gegen Kritik, sagte Schröder
  • Das Vorpreschen des Ex-Kanzlers dürfte eine deutsche Politikerin gar nicht freuen

Gerhard Schröder führte Deutschland als Bundeskanzler von 1998 bis 2005. Ganze sieben Jahre stand Schröder der deutschen Regierung vor. Heute sagt Schröder: "Man wird im Laufe der Jahre in einem solchen Amt immun gegen Kritik. Das ist nicht gut."

Der Altkanzler fordert deshalb im Interview mit dem Magazin "Cicero", dass die Amtsdauer beschränkt wird.

"Acht oder zehn Jahre als Kanzler reichen", sagte Gerhard Schröder gegenüber Cicero. Das wären maximal zwei Wahlperioden für den Bundeskanzler, ein System, das etwa die USA für den Präsidenten kennt.

Die "Mutter der Nation" ist seit Jahren im Amt

Eine Politikerin dürfte sich gar nicht freuen über den Vorschlag: Die amtierende Bundeskanzlerin Angela Merkel löste 2005 Schröder im Amt ab. Ganze drei mal wurde sie wiedergewählt.

Und heute schreckt sie auch nicht davor zurück, für eine vierte Periode zu kandidieren. Zwar wird es bis zur möglichen Wiederwahl von Merkel sicherlich keine Beschränkung der Bundeskanzler-Amtsdauer mehr geben.

Aber der eine oder andere Wähler überlegt sich nun sicherlich, ob die "Mutter der Nation" vielleicht schon etwas gar lange in Berlin sitzt. Und immun gegen Kritik geworden ist, wie es Schröders Aussagen in "Cicero" nahe legen.

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