Eklat in der Nato: Türkei will Österreich von Übungen ausschließen

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Die Türkei will mit einem Veto dafür sorgen, dass Österreich von wichtigen Nato-Programmen ausgeschlossen wird.

Die Entscheidung über das Veto solle am heutigen am Dienstag fallen, berichtet die Zeitung die "Welt" unter Berufung auf hohe Nato-Diplomaten.

Österreichs Soldaten sollen demnach künftig nicht mehr mit Nato-Ländern zusammen üben können und auf unbestimmte Zeit von allen wichtigen Partnerschaftsprogrammen der Allianz ausgeschlossen werden (mehr dazu im Video oben).

Türkei reagiert damit auf Forderungen aus Wien, die Beitrittgespräche abzubrechen

Die Regierung in Ankara wolle mit dem Veto auf die anhaltenden Forderungen aus Wien nach einem Abbruch der EU-Beitrittsgespräche und der Kritik österreichischer Politiker an Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan reagieren.

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Die Nato-Staaten wollen demnach auf der Konferenz beschließen, die Zusammenarbeit mit den 41 Partnerstaaten aus Europa, Asien und ehemaligen Sowjetrepubliken wie Georgien oder der Ukraine so zu reformieren, dass künftig jedes Land einzeln ein Abkommen mit der Nato vereinbart, berichtet die Zeitung.

In Kreisen der Allianz hieß es zudem, man wolle das "ärgerliche Thema" vor dem Nato-Treffen am Donnerstag, an dem auch US-Präsident Donald Trump teilnimmt, vom Tisch haben.

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(lk)

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