Er tötete 22 meist junge Menschen: Das wissen wir über den mutmaßlichen Täter von Manchester

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MANCHESTER
Er tötete 22 meist junge Menschen: Das wissen wir über den mutmaßlichen Täter von Manchester | Andrew Yates / Reuters
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  • Ein Selbstmordattentäter hat sich am Montagabend in einer Konzerthalle in Manchester in die Luft gesprengt
  • Am Dienstagabend identifizierten die Ermittler Salman Abedi als Hauptverdächtigen
  • Er soll in Manchester geboren sein, seine Eltern sollen aus Libyen stammen

Es war der blutigste Terrorakt in Großbritannien seit fast zwölf Jahren. Bei einer Explosion sind mindestens 22 Menschen und der Attentäter gestorben. 59 Menschen wurden zudem verletzt, viele von ihnen schwer.

Der Anschlag in Manchester traf vor allem Kinder und Jugendliche. Mehrere Besucher des Popkonzerts von Teenie-Star Ariana Grande, an dessen Ende ein mutmaßlich islamistischer Selbstmordattentäter am späten Montagabend eine Bombe gezündet hatte, wurden am Dienstag noch immer vermisst.

Am Abend nannte die Polizei den 22 Jahre alten Salman Abedi als Hauptverdächtigen. Sein Ausweis soll am Anschlagsort gefunden worden sein, wie die "New York Times" unter Berufung auf interne Quellen schreibt.

Noch unklar, ob Abedi Teil eines Netzwerks war

Laut der britischen Zeitung "Telegraph" wurde Salman Abedi 1994 in Manchester geboren. Seine Eltern, die noch zwei Söhne und eine Tochter haben, sollen Flüchtlinge aus Libyen sein. Angeblich seien einige Familienmitglieder kürzlich nach Nordafrika zurückgekehrt.

Abedi soll im südlichen Stadtbezirk Fallowfield in einem Haus zusammen mit seiner Familie gewohnt haben. Dieses Haus wurde am Dienstagnachmittag von der Polizei gestürmt.

Hinweis zu dem Mann soll aus den USA kommen

Zu dem mutmaßlichen Attentäter gab Ermittler Ian Hopkins vorerst keine weiteren Details bekannt. Es werde geprüft, ob dieser allein gehandelt habe oder Teil eines Netzwerks gewesen sei, hieß es. Nach Angaben der britischen Nachrichtenagentur PA kam der Hinweis zu dem Mann aus den USA.

Der Attentäter habe am Ende des Konzerts einen selbstgebauten Sprengsatz hochgehen lassen, sagte die britische Premierministerin Theresa May nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts in London: "Er hat Zeit und Ort absichtlich so gewählt, um das größtmögliche Blutbad anzurichten."

Den Rettungskräften zufolge waren unter den Verletzten zwölf Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren.

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(poc)

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