ZDF-Moderatorin treibt CSU-Generalsekretär bei Obergrenze in die Enge – da wird er patzig

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Seit Sonntag beraten CDU und CSU über ein gemeinsames Wahlprogramm. Zuvor hatte die CSU ihre eigenen inhaltlichen Schwerpunkte auf einer Klausurtagung festgezerrt.

Zentrale Themen für die Christsozialen: Steuerpolitik und Zuwanderung. Stolz präsentierte CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer am Montagmorgen im ZDF-„Morgenmagazin“ die Ergebnisse. Doch ausgerechnet beim einstigen Lieblingsthema Seehofers geriet er in die Bredouille.

So sagte Scheuer über einen gemeinsamen Kurs von CDU und CSU in der Flüchtlingspolitik: „Wir sind uns über 90 Prozent einig, dass wir ein Regelwerk brauchen, über das wir auch die legale Zuwanderung regeln.“

Auf die Nachfrage reagiert Andreas Scheuer hilflos

Ob die Christsozialen unter Parteichef Horst Seehofer auch im Wahlprogramm mit der CDU auf eine Obergrenze bei der Zuwanderung bestehen, ließ der CSU-General allerdings offen. Im Dezember hatte Seehofer eine Regierungsbeteiligung der CSU ohne eine Obergrenze von 200.000 ausgeschlossen. Die CDU lehnt diese Grenze bislang ab.

Im "Morgenmagazin" reagierte Scheuer auf die Fragen von Moderatorin Dunja Hayali hilflos. Ausweichend betonte er, dass die CSU die Obergrenze im CSU-Bayernplan festlegen werde. Was das für das Unions-Wahlprogramm bedeute, erklärte er nicht. Für Hayali ein Grund, noch einmal nachzuhaken: „Jetzt tun Sie aber so, als wäre von Obergrenze nie als Druckmittel gesprochen worden.“

Einen Ausschnitt aus der Sendung und die Reaktion Scheuers seht ihr oben im Video.

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