POLITIK
22/05/2017 06:57 CEST

AfD-Politiker wünscht sich islamistische Anschläge, um den Umfrage-Absturz zu stoppen

dpa
AfD-Politiker wünscht sich islamistische Anschläge, um den Umfrage-Absturz zu stoppen

Es ist ein schockierender Kommentar, der zeigt, wie radikal der rechte Flügel der rechtspopulistischen AfD ist. Über das Facebook-Profil des Dresdener AfD-Politikers Arvid Immo Samtleben wurde ein öffentlicher Facebook-Post abgesetzt, in dem sich der Autor "ein par (sic!) islamistische Anschläge" wünscht, um den sinkenden Umfragewerten seiner Partei entgegenzuwirken.

Mit dem Post bestätigt Samtleben die Vorwürfe, die der Partei immer wieder gemacht werden: Dass sie Terroranschläge schamlos nutzt, um gegen Muslime zu hetzen und bei Rechtsextremisten nach Stimmen zu fischen.

Samtleben gilt in seiner Partei als rechter Hardliner. AfD-Chefin Frauke Petry ließ ihn 2014 vor der Sachsen-Wahl von der Wahlliste streichen – obwohl die Basis ihn demokratisch gewählt hatte.

Offiziell wurde der Politiker wegen fehlenden Engagements für die Partei gestrichen. Viele vermuten damals, dass Petry einen unliebsamen Konkurrenten loswerden wollte, dessen politische Ausrichtung der moderateren Parteisprecherin nicht passte.

Samtleben versuchte seinen Kommentar in einem weiteren Post zu erklären: "Es ist schon moralisch wenig ok, wenn man weiß, das Terroranschlage zu besseren Wahprognosen für die eigene Partei führen. Schuld ist aber die CDU mit ihrer Angela und nicht unsere AfD".

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(bp)

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