"Pirates of the Caribbean: Salazars Rache": Die große Johnny-Depp-Show

Veröffentlicht: Aktualisiert:
Drucken

Johnny Depp als Captain Jack Sparrow in

"Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten" spülte im Jahr 2011 über eine Milliarde US-Dollar in die weltweiten Kinokassen. Sechs Jahre später kommt am 25. Mai nun der fünfte Teil, "Pirates of the Caribbean: Salazars Rache", in die deutschen Kinos. Dieses Mal haben sich die norwegischen Regisseure Joachim Rønning (44) und Espen Sandberg (45) der Saga angenommen. Doch funktioniert die Piraten-Reihe nach wie vor? Einer stiehlt wie immer allen die Show: Johnny Depp (53) alias Captain Jack Sparrow.

Jack Sparrow in Gefahr

Reisen Sie zurück in die Vergangenheit und sehen Sie, wie alles begann: Die ersten vier Teile der "Fluch der Karibik"-Reihe gibt es hier auf Blu-ray oder DVD

Captain Jack Sparrow (Johnny Depp) gerät von einem Missgeschick ins nächste - an sich nichts Ungewöhnliches. Doch dieses Mal trachten ihm tödliche Seemänner aus der Schattenwelt, angeführt vom furchterregenden Captain Salazar (Javier Bardem), nach dem Leben. Seine einzige Überlebenschance ist der legendäre Dreizack von Poseidon. In Allianz mit dem jungen Henry Turner (Brenton Thwaites) und der brillanten Sternenforscherin Carina Smyth (Kaya Scodelario) macht er sich auf den Weg, um mehr als ein Leben zu retten. Denn Henry und Carina verfolgen jeweils eigene Interessen...

Johnny Depp vs. Javier Bardem

Der fünfte Teil der "Fluch der Karibik"-Reihe ist der erste, den Hollywood-Star Johnny Depp komplett gesehen hat. Das verriet er jüngst in der Talkshow von Ellen DeGeneres (59). Auch wenn er es kaum aushalte, sich selbst auf der Leinwand zu sehen, sei er mit dem Ergebnis zufrieden. Er habe versucht, dieses Mal die Messlatte für die Scherze höher zu legen, um die Zuschauer nicht zu enttäuschen. Und das ist ihm gelungen. "Pirates of the Caribbean: Salazars Rache" beansprucht die Bauchmuskeln, denn Captain Jack lässt mal wieder kein Fettnäpfchen aus und plumpst von einer Katastrophe in die nächste.

Zwar mag Johnny Depps Captain - wie Regisseur Espen Sandberg im Gespräch mit spot on news sagte - nicht die Hauptfigur sein, doch er stiehlt dennoch allen die Show. Neben ihm bleiben die Newcomer Brenton Thwaites (27, "Hüter der Erinnerung - The Giver") und Kaya Scodelario (25, "Maze Runner - Die Auserwählten im Labyrinth") blass. Nur einer kann Depp das Wasser reichen: Oscar-Gewinner Javier Bardem (48, "No Country for Old Men"). Nachdem seine Ehefrau Penélope Cruz (43, "Vicky Cristina Barcelona") Teil vier aufgemischt hat, überzeugt Bardem dieses Mal als Jack Sparrows Widersacher Captain Salazar.

Gezeichnet vom Fluch, der auf ihm und seiner Besatzung liegt, haben die Maskenbilder allein bei Bardems Erscheinung ganze Arbeit geleistet. Geistähnlich, mit fliegendem Haar, Grusel-Make-up und dem nicht enden wollenden Schwall an dunkler Flüssigkeit, die beim Sprechen aus seinem Mund fließt, sieht er zum Fürchten gruselig aus. Nicht nur die Optik stimmt, Gang, Gestik, Mimik und seine Art zu Sprechen beweisen eindrucksvoll, dass Bardem der perfekte Bösewicht ist. Ob im Zusammenspiel mit Depp oder dem ebenfalls Oscar-ausgezeichneten Geoffrey Rush (65, "Shine - Der Weg ins Licht") - der Spanier weiß sich zu behaupten.

Alte und neue Bekannte

Was bereits durch die Pressetour verraten wurde: Orlando Bloom (40) lässt sich als Will Turner wieder blicken - mit bereits vom Meer gezeichnetem Gesicht. Auf einen weiteren Überraschungsgast können sich Fans der ersten Teile am Ende freuen. Zudem konnte Sir Paul McCartney (74) für einen Cameo-Auftritt verpflichtet werden. Ein kleiner Tipp: Augen aufhalten in einem Gefängnis...

An Captain Jack Sparrow kommt aber niemand vorbei. Ein Film, der auch als die große Johnny-Depp-Show bezeichnet werden kann. Der Schauspieler überzeugt einmal mehr mit seiner Gestik und Mimik, die gepaart mit der üblichen Situationskomik der Piraten-Saga eben bestens funktioniert. Weltbewegend Neues bekommen Fans der Filmreihe aber nicht zu sehen. Allerdings kann es von Vorteil sein, den Streifen in der deutschen Synchronisation zu sehen, denn im Original lallt sich Depp in typischer Jack-Sparrow-Manier durch die zwei Stunden Film. Da fällt es hin und wieder schwer, jedes Wort zu verstehen.

Fazit

"Pirates of the Caribbean: Salazars Rache" eignet sich für einen klassischen Kino-Popcorn-Abend. Der Streifen wirkt wie ein idealer Abschluss für die Saga. Ob weitere Teile folgen werden, steht noch nicht offiziell fest. Selbst wenn es Johnny Depp schwer fallen sollte, seine Paraderolle ad acta zu legen, so heißt es nicht umsonst: Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist.