Finanzmarkt-Legende George Soros wettet Millionen auf Scheitern von Donald Trump

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Finanzmarkt-Legende George Soros wettet Millionen auf Scheitern von Donald Trump | Luke MacGregor / Reuters
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  • Finanzlegende George Soros glaubt offenbar, dass Donald Trump bald scheitern wird
  • Er hat auf fallende Kurse von zwei wichtigen US-Indizes gesetzt
  • Außerdem hat er seine Investitionen in die Tech-Branche erhöht

Wenn von George Soros die Rede ist, wird immer wieder das Prädikat “Wall-Street-Legende” oder “Star-Investor” vor seinen Namen gesetzt. Mittlerweile ist Soros aber noch etwas anderes, als “nur” ein Finanzgenie, das unter anderem mitverantwortlich für die Erfindung des Hedgefonds gilt. Er ist auch mindestens unter den Top Ten der Hassobjekte von Verschwörungstheoretikern, Reichsbürgern und Rechtspopulisten.

Und mit seiner neuesten Spekulation dürfte Soros Öl ins Feuer derer gießen, die eh schon meinen, er halte die Fäden der Welt in seinen Händen.

Soros hat jetzt nämlich seine Wetten auf den fallenden US-Aktienmarkt stark erhöht. Sogar dermaßen aufgestockt, dass alles darauf hindeutet, dass er an ein Scheitern von US-Präsident Donald Trump glaubt.

Große wie kleine Unternehmen profitieren von Trumps Deals

Der Finanzmarkt-Gigant hat unter anderem seine Short-Positionen auf den US-Leitindex S&P500 und den Index Russell 2000 gesteigert.

Shortselling bezeichnet ein Finanzinstrument, bei der Käufer auf einen fallenden Kurs setzt.

Im S&P500 sind die 500 größten Konzerne der USA vertreten, im Russel 2000 sind eher kleinere Unternehmen zu finden. Allerdings profitieren sowohl die großen Konzerne wie auch kleine und mittlere Unternehmen von den Deals, die Trump im Namen der amerikanischen Wirtschaft macht.

Auch von der angekündigten Steuerreform des Präsidenten, die eine deutliche Senkung der Unternehmenssteuer vorsieht, profitieren die Unternehmen in den Indizes.

Soros glaubt nicht, dass Trump seine Versprechen einlöst

Soros hat seine Leerverkaufspositionen auf den Russel 2000 um gut ein Drittel auf 460 Millionen Dollar erhöht, die Shortselling-Optionen auf den S&P500 sogar auf 305 Millionen Dollar verdreifacht.

Seit Trump an die Macht gekommen ist, erlebt die US-Börse einen Aufschwung. Die Indizes haben massiv an Wert gewonnen - allein durch Trumps Versprechen an die Wirtschaft.

Soros traut dem US-Präsidenten aber offenbar nicht zu, diese Versprechen langfristig einzulösen. Auf der anderen Seite hat der Star-Investor aber auch Vertrauen in bestimmte Wirtschaftszweige. So hat er gerade erst auf steigende Kurse von Tech-Unternehmen wie Facebook oder Snapchat gesetzt.

Soros ist ein Dorn im Auge der Konservativen

Auch das ist ein Indiz, dass er Trump nicht zutraut, lange im Weißen Haus zu bleiben. Denn der Präsident gilt als Freund der Schwerindustrie und Automobilbranche sowie von Bauunternehmen. Mit dem Silicon Valley steht Trump allerdings schon lange auf Kriegsfuß.

Soros ist bekanntermaßen kein Fan von ihm. Er bezeichnete Trump schon als “Hochstapler und Möchtegern-Diktator”. Der Investor soll auch Protestmärsche gegen den Präsidenten mitfinanziert haben.

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(mf)