Trump besucht als erster amtierender US-Präsident die Klagemauer - und zieht den Spott auf sich

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KLAGEMAUER
Trump besucht als erster amtierender US-Präsident die Klagemauer - und zieht den Spott auf sich | dpa
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  • US-Präsident Trump ist am Montag in Israel gelandet
  • Dabei hat er auch die bekannte Klagemauer in Jerusalem besucht
  • Über die Szene machen sich Internetnutzer nun lustig

Donald Trump hat als erster amtierender US-Präsident die für Juden heilige Klagemauer in der Jerusalemer Altstadt besucht. Fernsehbilder zeigten Trump am Montag in Begleitung jüdischer Geistlicher.

Er ging anschließend alleine an die Mauer und legte mit geschlossenen Augen eine Hand an sie. Trump trug eine Kippa, eine jüdische Kopfbedeckung. Er steckte auch einen Bittzettel in die Wand.

Im Internet sorgte die Szene für zahlreiche bissige Kommentare - bot sie doch eine Steilvorlage für die Kritik an Trumps Plänen zum Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko.

So schrieb der Journalist Anshel Pfeffer: "Und so nahe wird Trump nie mehr zur 'undurchdringlichen, physischen, großen, kraftvollen, schönen, südlichen Grenzmauer" seiner Träume kommen."

"Ich frage mich, ob ein Mexikaner durch diesen Spalt passen würde?", twitterte ein Trump-Satire-Account.

Ein anderer Nutzer glaubt zu wissen: "Sie sagen, es war Liebe auf den ersten Blick."

"Brauchbare Wand. Nicht schlecht. Meine wird viel größer als diese. Traurig!"

"'Wer hat für dich gezahlt?', flüsterte er. Aber die alte Wand behält ihre Geheimnisse."

Um die Visite mit großer Symbolkraft hatte es einiges Hin und Her gegeben.

Trumps Besuch wurde als privat deklariert, damit Israel ihn nicht als Zeichen für seinen Anspruch auf ganz Jerusalem als seine ewige, unteilbare Hauptstadt werten kann. Der US-Präsident wurde bei seinem Besuch nicht von Politikern begleitet.

Die Klagemauer in Jerusalem ist die Westmauer des von Herodes erbauten zweiten jüdischen Tempels, der im Jahr 70 nach Christus von den Römern zerstört wurde.

Die Jerusalemer Altstadt gehört zu den von Israel 1967 besetzten Gebieten. Die spätere Annexion des arabischen Ostteils der Stadt wurde international nicht anerkannt.

(Mit Material der dpa)

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