Bill Gates hat schon viel richtig vorhergesehen - er sagt: Diese 7 Dinge erwarten uns als nächstes

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BILL GATES
Bill Gates sagte uns schon einige Dinge voraus, die auch tatsächlich zugetroffen sind | China Stringer Network / Reuters
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Bill Gates hat schon mehrfach bewiesen, dass er ein ziemlich gutes Gespür für zukünftige Entwicklungen hat. Vor allem im IT-Bereich und Gesundheitssektor aber auch in Umweltfragen liegt der Multimilliardär mit seinen Prognosen oft richtig.

So hat der Amerikaner bereits den Hype des Smartphones vorhergesagt und uns über Social Media aufgeklärt, als das Internet noch ein gesellschaftliches Randphänomen war.

Einzig mit seiner Prognose zum Fortgang des Internets lag Gates falsch. In den 1990er Jahren behauptete er nämlich, das World Wide Web sei nur ein vorübergehender Hype und werde sich nicht durchsetzen.

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Nichtsdestotrotz sollte jeder diese sieben Dinge kennen, die uns laut Gates in den kommenden Jahren erwarten werden. Das World Economic Forum hat die Thesen auf einem Beitrag auf seiner Homepage zusammengefasst.

1. Bioterrorismus wird schlimmer als die Pest

Bei einer Konferenz im Februar in München sagte Gates, Bioterrorismus, also Anschläge auf die Bevölkerung mit biologischen Waffen, gehöre zu den größten Gefahren dieses Jahrzehnts.

Dabei, so warnte er, können Terroristen ein Virus verbreiten, das gefährlicher sein könne als alles, was wir bisher erlebt haben. Dagegen sei die Pest ein Kinderspiel gewesen. Das Ganze könne schon in den nächsten 10 bis 15 Jahren passieren und rund 33 Millionen Menschen binnen eines Jahres ausrotten.

2. Afrika wird zum Selbstversorger

Klingt unglaublich, wird laut Gates aber bis 2030 mit großer Wahrscheinlichkeit eintreffen. Er prognostiziert, dass Afrikas Agrarkultur nämlich bis dahin um 50 Prozent steigen wird und der Kontinent dadurch zum Selbstversorger werden kann.

Derzeit importiert Afrika importiert noch Lebensmittel im Wert von 50 Milliarden US-Dollar pro Jahr, obwohl 70 Prozent der Bevölkerung in der Sub-Sahara in der Landwirtschaft tätig sind.

Laut Gates kann und wird Afrika seine landwirtschaftlichen Erzeugnisse und ihre Felder schon bald verdoppeln.

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3. Mobiles Banking hilft den Armen, ihr Leben zu ändern

Gerade in strukturschwachen Ländern ist es oft schwierig, an Bargeld zu kommen. Leistungen für Bildung, Medizin oder Essen können die Menschen deswegen nicht bezahlen. Häufig liegt es nicht daran, dass die Menschen kein Geld haben, sondern tatsächlich daran, dass man nicht an das Bargeld kommt.

Die Ursache sei eine schlechte finanziellen Infrastruktur, schreibt Gates in seinem Jahresbericht von 2015.

Innovative Finanzdienstleister wie zum Beispiel M-Pesa versuchen dem bereits entgegenzuwirken, indem sie digitale Bankkonten in Ländern wie Kenia oder Uganda anbieten.

Gleichzeitig lassen sich dann Rechnungen auch online bezahlen.

4. Bis 2035 gibt es fast keine armen Länder mehr

Gates prognostiziert, dass durch die globalen Spenden sowie die Weltbank der Reichtum einiger Länder durchaus fair aufgeteilt werden kann. Trumps Wahl zum Präsidenten bereitet Gates jetzt zwar Kopfzerbrechen. Dennoch ist er der Überzeugung, dass fast alle Länder schon bald in die mittlere Einkommensklasse fallen werden.

5. 2030 wird unser Jahr - zumindest, was den Umweltschutz betrifft

Wenn es nach Gates geht, gibt es bis 2030 weniger Armut und weniger Hunger auf der Welt - und auch saubere Energie.
2016 sagte Gates voraus, dass mithilfe von Wind-, Wasser- und Sonnen- und anderen erneuerbaren Energien bis in 13 Jahren die ganze Welt mit Strom und Wasser versorgt werden soll.

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“Das ist die vielleicht größte Herausforderung, vor der wir stehen”, schreibt Gates in einem Bericht dazu. “Aber es ist auch eine Chance.” Denn bis heute gibt es in vielen Ländern kein fließendes Wasser, geschweige denn flächendeckend Strom und Elektrizität.

Deswegen steht in vielen Ländern, wie zum Beispiel in Nepal, das Leben in der Nacht still. “Wenn sich eine Möglichkeit für kostengünstige, saubere Energie finden lässt, dann wird das den Klimawandel massiv beeinflussen”, schreibt Gates.

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6. Die Arbeitslosigkeit steigt stark an

Obwohl wir der Prognose des Multimillardärs zufolge den Welthunger bald bekämpft haben werden, wird die Arbeitslosenquote in die Höhe schnellen.

Grund dafür ist laut Gates das Internet. Oder vielmehr die Digitalisierung und Automatisierung. In einigen Ländern, allen voran den USA, lässt sich der Trend weg vom Menschen hin zum Computer bereits seit einigen Jahren erkennen. Gates prognostiziert jedoch, dass die Entwicklung noch deutlich an Schnelligkeit zunehmen wird.

Er meint, dass in den nächsten 20 Jahren tausende, wenn nicht sogar Millionen Menschen in die Arbeitslosigkeit gezwungen und durch Roboter und Maschinen ersetzt werden.

7. Bis 2019 soll Kinderlähmung ausgerottet sein

2016 wurden die letzten Zahlen erhoben und aktuell geht man von 37 neuen Fällen von Poliomyelitis (Kinderlähmung) pro Jahr aus. 1980 gab es noch 400 Fälle und daher schlussfolgert und hofft Gates, dass die Krankheit bald ganz verschwunden sein wird.

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(lk)

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