Karriere vor dem Aus? Drei Szenarien, wie Trumps Präsidentschaft nun enden könnte

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Sind die Tage des US-Präsidenten Donald Trump gezählt? Nach der überraschenden Entlassung des FBI-Chefs Comey, dem Ausplaudern von Geheimdienstinformationen und eines möglichen Versuchs der Behinderung der Justiz wird die Luft jedenfalls dünn für ihn. Ist nun der Zeitpunkt gekommen, dass Trump aufgrund dieser Verstrickungen aus dem Amt gekegelt wird?

Die drei Szenarien zu Trumps Karriereende

1. Laut US-Verfassung kann es im Fall von "Hochverrat, Bestechlichkeit oder andere schwere Verbrechen und Vergehen" zu einem ‚impeachment‘, einem Amtsenthebungsverfahren, kommen. Wie würde das laufen? Der Justizausschuss des Repräsentantenhauses berät über die mutmaßliche Verfehlung des Präsidenten. Passiert der "Anklage-Entwurf" das Plenum, kommt es im Senat zu Zeugenvernehmungen. Am Ende stimmt der Senat über das Schicksal des Präsidenten ab. Dort ist eine Mehrheit von zwei Dritteln der anwesenden Senatoren nötig. Doch derzeit verfügen die Demokraten im Senat nur über 48 der 100 Sitze. Es müsste also eine erhebliche Zahl von Republikanern mitmachen. Stimmt der Senat für die Amtsenthebung, ist diese Entscheidung endgültig. In der US-Geschichte gab es bislang nur zwei Amtsenthebungsverfahren gegen Präsidenten. Beide schlugen fehl.

2. Im 25. Zusatzartikel der Verfassung ist folgendes festgelegt: Wenn der Präsident körperlich oder psychisch ungeeignet ist, zu regieren, und der Vizepräsident und das Kabinett das feststellen, würde der Vizepräsident, also Mike Pence, Präsident werden. Das setzt aber voraus, dass sich Pence von seinem Präsidenten abwendet – dass würde nur geschehen, wenn der moralische oder politische Druck, gerade aus den Reihen der Republikaner zu groß wird.

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